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Renegade Crowns: Adventures among the Border Princes
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 31.12.2007, Serie: Rollenspiel, Autor(en): David Chart, Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 128, Erschienen: 2006, Preis: 29,99


Allmählich erscheinen für das Warhammer-Fantasy-Rollenspiel mehr und mehr Regional-Quellenbände. Für die meisten Regionen der Warhammer-Welt kann das nach einem gleich bleibenden Schema erfolgen, was den Aufbau angeht, da die meisten größeren Staaten in ihrer Form sehr konstant sind (sieht man mal von hin und wieder auftretenden Chaos-Inkursionen ab). Es gibt allerdings eine Region, bei der diese Konstante fehlt: die Grenzfürstentümer. Mit selbigen befasst sich "Renegade Crowns"

Das Hardcover mit seinen 128 Seiten beinhaltet neun Kapitel sowie drei Anhänge.
Das erste Kapitel befasst sich mit der Ausarbeitung der Broderlands durch den Spielleiter. Hier wird ein Mechanismus vorgestellt, mit der man sein eigenes Stück Borderland entwickeln kann. Dabei kommen sowohl geografische Elemente wie Gebirge, Sümpfe, Ackerland etc. zum Tragen, als auch die allgegenwärtigen Ruinen verschiedenster Kulturen, die überall in der Gegend zu finden sind. Dazu gehören neben alten zwergischen und neueren menschlichen Bauten auch Besiedlungsreste aus der Blütezeit Arabiens, Khemris und auch alte Sammelpunkte verschiedenster Chaoskulte.
Außerdem sind hier die verschiedenen Bedrohungen aufgeführt, auf die Abenteurer in den Ruinen und Siedlungen stoßen können. Genannt seien an dieser Stelle nur Elemente wie degenerierte Menschenstämme, ein Dämon, oder eine machtvolle Waffe.
Zusätzlich lassen sich mit Hilfe dieses Kapitels auch der ursprüngliche Zweck des Ortes und der Grund für seinen Untergang entwickeln.

Im zweiten Kapitel geht es um die häufig wechselnden Herrscher der Region, die so genannten Border Princes. Die Autoren stellen hier die typischen Arten von Border Princes vor, ob es nun Banditenfürsten, verarmte, Exil-Ritter, fanatische Priester oder machtgierige Händler sein mögen. Ebenso Teil des Kapitels sind Fragen der individuellen Einstellungen und Motivationen, sowie der Beziehungen zwischen benachbarten Prinzen.

Um die Gemeinschaften, die in den Borderlands ihr Dasein fristen, geht es im dritten Kapitel. Hier werden sowohl Gemeinschaften innerhalb fester Prinzipalitäten ins Visier genommen, als auch unabhängige Siedlungen. In diesem Kapitel findet der Leser auch einiges an neuen Berufsklassen speziell für Bewohnter der Borderlands. Genannt seien an dieser Stelle der Badlands Ranger, der Mystic und der Swamp Skimmer.

Unabhängig von gefährlichen Ruinen gibt es im den Borderlands selbstverständlich noch mehr Gefahrenquellen, nicht zuletzt verschiedenste Monster, ob nun Chaos-Tiermenschen, Grünhäute oder einzelne Ungeheuer. Für die Integration in die ganz persönlichen Borderlands des individuellen Spielleiters, liefert das vierte Kapitel die notwendigen Informationen.

Kapitel Fünf befasst sich allgemein mit den Zielen von Border Princes und liefert Regeln für eine entsprechende Kampagnenstruktur, während das sechste Kapitel auf die Möglichkeiten der Machtergreifung eingeht, seien es nun Verrat, Mord oder die Einnahme einer Siedlung.

Kein Herrscher ist unumstritten, erst recht kein Border Prince. Und so findet man im siebenten Kapitel eine Fülle an internen Problemen für den angehenden Herrscher, ob nun offene Opposition, eine rebellische Siedlung oder verräterische Untergebene.

Wie sollte es auch anders sein, hat man als Herrscher aber nicht nur mit den eigenen Untergebenen zu tun, sondern auch mit externen Bedrohungen. Dazu gehören marodierende Grünlinge genauso wie aggressive Nachbarn. Hier werden vor allem Informationen aus dem vierten Kapitel aufgegriffen und weiterverwendet.

Für den möglichen Verlauf von Konflikten gibt es das neunte Kapitel, das die Varianten der Verteidigung und des Angriffes zeigt, die einem ambitionierten Border Prince zur Verfügung stehen.

Das Buch ist hinsichtlich seines Layouts identisch zu allen bisherigen Warhammer-Fantasy-Rollenspiel-Publikationen von Black Industries aufgebaut. Die vollfarbigen Seiten enthalten eine Menge Artwork, das zum Thema passt und trotz der Menge an regeltechnischen Informationen gehen der Spielhintergrund und das angestrebte Flair keinesfalls verloren.
Sicher gibt es spannendere Bücher als "Renegade Crowns", aber die Informationen, die hier geliefert werden, sind nicht nur für die wechselhafte Region der Borderlands nutzbar, sondern auch für Gegenden, in denen der Spielleiter kurzfristig ein paar mehr Informationen über Besiedlung etc. benötigt.

"Renegade Crowns" ist kein Muss-Kauf, aber ein hilfreicher Kann-Kauf.




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