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Realms of Sorcery
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 06.01.2008, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Chris Pramas, Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 256, Erschienen: 2005, Preis: 39,99


Über kaum ein Rollenspiel-Buch wurde mehr gelacht, als über das erste "Realm of Magic" für die 1st Edition des Warhammer-Fantasy-Rollenspiels. Immerhin 15 Jahre und zahlreiche Erscheinungsankündigungen hat es gedauert, bis das Buch endlich erschien. Bei weitem nicht so lange hat es gebraucht, bis das "Realms of Sorcery" für die neue Auflage des Rollenspiels seinen Weg in die Ladenregale fand.

Thema des Wälzers ist, wie sollte es bei dem Namen auch anders sein, die Magie in all ihren Spielarten. Wer jetzt müde gähnt, weil sein Charakter kein Zauberkundiger ist, der irrt sich gewaltig. "Reiche der Magie" ist ein de facto unverzichtbarer Bestandteil für das Rollenspiel: rundum informativ, spannend zu lesen und beinahe schon eine Enzyklopädie in der Breite der behandelten Fragen. Auch wenn in der Spielerrunde kein Spruchweber zu finden ist, werden künftige Spielsitzungen von den facettenreichen, neuen Anregungen, die das Buch in Hülle und Fülle enthält, profitieren.

Welche Frage aus dem magischen Bereich auch aufkommen mag, ob zu Zauberelixieren, Runen- oder sonstigen magischen Gegenständen, zu den Orden der Magie, ihren Patriarchen oder ihrer Philosophie, "Reiche der Magie" bietet die Antwort.
Außerdem gibt es jede Menge zusätzliche und interessante Hintergrundinformationen zur Geschichte des Imperiums und seiner derzeitigen gesellschaftlichen Lage: Welche Macht haben die magischen Orden und welche Rolle spielen sie in den alltäglichen Angelegenheiten des Imperiums? Was treibt einen arglosen Menschen dazu, sich auf die "dunkle Seite" zu begeben und auf den verbotenen Pfaden der Nekromantie, Dämonenbeschwörung oder Hexerei zu wandeln?

Auch die Gegenspieler der magischen Welt – die Hexenjäger, Templer und sonstigen Kämpfer gegen jegliche chaotische Befleckung – werden umfassend behandelt und vorgestellt.
Geradezu revolutionär ist "Reiche der Magie" jedoch hinsichtlich der Ausgestaltung und Darstellung von zauberkundigen Charakteren. Erweiterte Magielisten, sorgfältig erarbeitet Regeln für rituelle Zauberei, Vertraute (beispielsweise der klassische Rabe) sowie neue magische Karrieren erweitern die bisherigen Ansätze aus dem Grundregelwerk.

Dabei wird die Magie insgesamt aber nicht nur mächtiger, sondern auch gefährlicher: Tzeentchs Fluch wird ab jetzt jeden Spruchweber, der sich allzu sorglos seiner arkanen Kräfte bedient, mit umso größerer Härte treffen. Die acht Kapitel werden mit dem Szenario "Ein heißer Abgang" abgeschlossen. Es sei nur so viel verraten, dass der Titel dem Abenteuer und auch dem gesamten Buch wirklich alle Ehre macht.

Das vollfarbige Hardcover mit dem aufwendigen Titelbild umfasst 256 Seiten, geballt voll mit Informationen. Die Bindung ist in Ordnung, die Illustrationen im Buch überdurchschnittlich gut und auch das Layout überzeugt den geneigten Leser.
Viel mehr, als schon geschrieben, kann man bewertungstechnisch eigentlich nicht anmerken, ist "Realms of Sorcery" doch ein wirklich überzeugendes Buch. Allerdings krankt es an derselben Schwäche, wie alle Rollenspiel-Bücher aus dem Hause Games Workshop: Es ist für seinen Umfang einfach verdammt teuer.

Empfehlenswert ist das Buch trotz des hohen Preises absolut und unbestritten. Wenn die Warhammer-Rollenspiel-Bände dieses Level an Qualität halten können, würde es mich freuen.




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