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Knights of the Grail: A Guide to Bretonnia
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 25.12.2007, Serie: Rollenspiel, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 128, Erschienen: 2006, Preis: 29,99


Das zweite große menschliche Reich neben dem sigmaritischen Imperium ist Bretonnia. Dieses Reich ist stark am "klassischen" Mittelalter mit strahlenden Rittern, treuen Bauern und Geschichten wie der Artus-Sage orientiert. Mit "Knights of the Grail" ist nun das Quellenbuch zu Bretonnia für das Warhammer Rollenspiel erschienen.

Das Buch umfasst auf 128 Seiten neun Kapitel, vollgestopft mit Informationen über das ritterliche Königreich. Land and People, das erste Kapitel, liefert einen allgemeinen Überblick über die Bretonen und ihre Kultur. Dabei wird unter anderem auf die Sprache und die soziale Struktur eingegangen.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Geschichte des bretonischen Königreiches, angefangen mit Gilles the Unifier über die Kriege gegen die Grünhäute und die großen Errantry Wars bis zum Sturm des Chaos und der Unterstützung des Imperiums durch bretonische Ritter.
Um Politik geht es im dritten Kapitel. Hier werden das Feudalsystem beschrieben, die Händlerorganisationen und auch die informelle Politik der Bauern und Leibeigenen. Aber es geht auch um Fragen wie die Erbregelung unter Adligen oder das Fehderecht.
Kapitel Nummer Vier deckt Fragen der Gerichtsbarkeit und der Gesetze ab, was nicht automatisch deckungsgleich mit Gerechtigkeit ist. Neben der Unterscheidung von Gesetzen für Adlige und Gesetzen für Bauern beschäftigen sich die Autoren auch mit den bretonischen Gesetzlosen, unter anderem den Herrimaults, der bretonischen Variante von Robin Hood. Religion ist auch in Bretonnia alltäglich und wichtig. Der Glaube an die Lady of the Lake und ihr Einfluss auf die bretonische Politik durch ihre zauberkundigen Grail Damsels ist überall spürbar und speziell die Gralsritter nehmen einen wichtigen Platz in der Verehrung der Lady ein. Daher wird dieser Bereich im fünften Kapitel umfassend betrachtet.
Das längste Kapitel des Buches ist das sechste. Es nimmt den Leser mit auf eine Tour quer durch Bretonnia. Jedes der Herzogtümer wird en detail vorgestellt, mit seinen ganz eigenen Charakteristika, wichtigen Orten, Persönlichkeiten und Abenteuerideen für jedes Gebiet. Für eines der Gebiete, Mousillon, gibt es mittlerweile auch einen extra Abenteuerband mit zusätzlichen Hintergrundinformationen.
Neue Berufe speziell für Bretonen und Eigenschaftspakete für die Herkunft aus den verschiedenen bretonischen Gebieten enthält das siebente Kapitel. Hier findet der Leser nicht nur die verschiedenen Abstufungen der bretonischen Ritter, sondern auch neue Berufsklassen für das einfache Volk, wie den Man-at-Arms, den Grail Pilgrim oder den Herrimault.
Um die bretonischen Ritter, ihren Werdegang und ihre Eigenschaften geht es im achten Kapitel. Dort präsentieren sich auch spezielle ritterliche Talente, so genannte Virtues und Informationen zu ritterlichen Reittieren.
Mit "Ill tidings", dem neunten Kapitel, enthält das Buch auch ein Abenteuer, das dem Spieler einen Einblick in die bretonischen Verhältnisse gibt und zeigt, dass auch hier vieles nur Fassade ist.

Das starke Buch ist vollfarbig, wie bisher fast alle Publikationen für die 2nd Edition des Warhammer-Fantasy-Rollenspiels. Die Kapitelaufteilung ist übersichtlich gestaltet und die Vermittlung der Information mittels Haupttext und Zusatzkästchen funktioniert recht gut.

Bisher waren die Bretonen im Warhammer-Rollenspiel immer nur eine Art Nebenschauplatz, aber mit "Knights of the Grail" ändert sich das ganz deutlich. Das Quellenmaterial ist sehr umfangreich, ohne dass man als Leser davon erschlagen wird. Die Illustrationen passen einfach zum Material und das Hardcover liest sich sehr angenehm.

Sicher ist "Knights of the Grail" kein Muss für eine Warhammer-Fantasy-Rollenspielrunde, aber wenn man auch nur im Ansatz Bretonnia ins Spiel integrieren will, lohnt sich das Buch in jedem Fall.




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