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Plundered Vaults
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 31.01.2008, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Ben Counter u.a., Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 96, Erschienen: 2005, Preis: 24,99


Zu einem Rollenspiel gehören neben Quellenbänden auch Abenteuerbücher. Der erste Abenteuerband, der für das Warhammer-Fantasy-Rollenspiel erschienen ist, trägt den Titel "Plundered Vaults" und enthält sechs Abenteuer.

Die ersten drei Abenteuer sind bereits einmal im White Dwarf (der englischen Ausgabe) erschienen und wurden für die neue Edition des Rollenspiels angepasst.
The Grapes of Wrath führt die Spielercharaktere in Weinbauerndorf, das von fliegenden Schädeln mit leuchtenden Augen terrorisiert wird. Wer steckt dahinter und was hat es mit dem Dorfidioten auf sich? Warum will irgendjemand dem Weinhändler Rocheteau schaden?
For Love or Money bringt die Spieler dazu, sich mit einer Kindesentführung zu befassen, wobei sich mehrere Fraktionen mit dem Kind zu befassen scheinen und selbiges offenbar zum Spielball finsterer Mächte geworden ist.
Spukhäuser existieren… zumindest in der Alten Welt von Warhammer. Eines dieser Häuser wird vom Haunting Horror geplagt, einer Chaoskreatur, die von einem Zauberer beschworen wurde und jenen sofort nach ihrem Erscheinen umbrachte. Und nun sitzen ausgerechnet die Spielercharaktere in diesem Haus fest, während draußen ein Sturm tobt.

Mit mehreren parallelen Plots muss man sich in Rough Night at the three feathers beschäftigen, schließlich warten hier ein Mörder, mehrere Kultisten und eine Blutrache auf die Spieler und den Spielleiter, wobei die Ereignisse sich irgendwann zu überschlagen scheinen.
Schon mal auf die Idee gekommen, Frankenstein und einen Warhammer Nekromanten zu kombinieren? Carrion Call macht genau das. Und ausgerechnet die Spieler sollen als Material für die Experimente herhalten…
Das letzte Abenteuer in "Plundered Vaults" heißt Sing for your supper und konzentriert sich eher auf eine investigative Spielweise. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Streit zwischen zwei einflussreichen Händlern, entpuppt sich als etwas deutlich schlimmeres…

96 Seiten stark ist das Hardcover von Black Industries und als Abenteuerband in schwarz/weiss gedruckt, um die Kosten erträglich zu halten. Das Cover mit dem Hexenmeister am Lesepult macht einiges her, sagt aber natürlich nichts über die enthaltenen Abenteuer aus.

Die Abenteuer sind inhaltlich völlig in Ordnung. Eine bunte Mischung an Ideen; von wildem Gemetzel bis zu weit reichenden Ermittlungen ist alles vorhanden! Zwar ist keines der Abenteuer eine große Überraschung, aber das erwartet man bei einer Abenteuer-Anthologie auch nicht. Schade ist das zwanghafte Beharren auf einer Hardcover-Ausgabe, was den Preis für eine Abenteuer-Sammlung recht hoch ansetzt. Hier hätte ein Softcover völlig ausgereicht.

Ein Muss ist "Plundered Vaults" auf keinen Fall. Wer mit vorgefertigten Abenteuern also gut zu Recht kommt, kann zugreifen, aber ein Pflichtkauf besteht hier nicht.




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