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Nights Dark Masters: A Guide to Vampires
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 17.01.2008, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Steven Darlington, Jody MacGregor, Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 144, Erschienen: 2007, Preis: 34,99


Vampir-Mythen gibt es überall auf der Welt und schon seit vielen Jahren gibt es ein Rollenspiel, das sich ausschließlich um Vampire dreht. Auch in der Alten Welt von Warhammer spielen Vampire eine erhebliche Rolle und so ist es kein Wunder, dass mit "Night`s Dark Masters" ein Quellenbuch zu eben jenen erschienen ist.

Das Softcover umfasst neun Kapitel, die sich mit den verschiedenen Aspekten der Blutsauger im Warhammer-Fantasy-Rollenspiel beschäftigen. Im ersten Kapitel geht es um die Sichtweise der Menschen der Alten Welt auf die Vampire, seien es nun Mythen und Legenden oder einfache, unbegründete Gerüchte. Außerdem werden hier zum ersten Mal die direkten Gegner der Unsterblichen, die Vampirjäger, erwähnt.
Gelehrte Texte zu den Vampiren, wie sie im Spiel auch Verwendung finden können, sind im zweiten Kapitel gesammelt. Diese Texte stammen sowohl aus der Feder eines normalen Bürgers, als auch vom Orden der Raven Knights, die sich die Vernichtung aller Untoten auf die Fahnen geschrieben haben.
Vampire gibt es schon deutlich länger als das von Sigmar gegründete Imperium. Unter dem ersten Nekromanten, Nagash, und im Reich von Nehekhara kamen sie zum ersten Mal an die Macht. Die wechselvolle Geschichte der untoten Blutsauger wird im dritten Kapitel erzählt.
Alle Vampire weisen ganz bestimmte Merkmale auf, die ihnen gemein sin. Seien es nun der Rote Durst, die Erschaffung neuer Vampire oder mentale Elemente. All das findet der Leser, zusammen mit der Erläuterung vampirischer Motive im vierten Kapitel.
Die Meister der Nacht sind alles andere als eine geeinte Rasse. Alleine fünf große Blutlinien existieren, jede mit ihren ganz eigenen Merkmalen, Eigenheiten und Ansichten. Dazu kommen noch die Absichten und Ziel der mächtigen und weniger mächtigen Blutsauger. Zusammen mit bestimmten Rückzugspunkten und "berühmten" Vampiren der einzelnen Blutlinien sind diese Themen im fünften Kapitel niedergelegt.
Sylvanien ist in der Alten Welt als der Ort bekannt, an dem sich immer wieder mächtige Vampirfürsten wie Vlad oder Mannfred von Carstein erheben. Hier begannen die Kriege der Vampirgrafen und so widmet sich das sechste Kapitel komplett diesem finsteren Landstrich, der offiziell zur imperialen Provinz Stirland gehört.
Kapitel Nummer Sieben ist spielrelevanten Regeln vorbehalten. Ob nun Grave Warden, Black Guards oder Magisters Vigilant: Hier findet der Leser all jene neuen Karrieren, es als ihre Hauptaufgabe sehen, Untote zu vernichten. Dazu kommen noch allerlei Mittel gegen Vampire plus Regeln zur Erschaffung der Blutsauger einschließlich entsprechender Berufsklassen und eine Erweiterung der Schwarzen Künste und Nekromantie.
Das achte Kapitel liefert Informationen zum Aufbau einer Vampir-basierten Kampagne. Hier gibt es Tipps für die Umsetzung und Planung entsprechender Abenteuer und der langfristigen Entwicklung.
Das letzte Kapitel ist eine Erweiterung des bisher bestehenden Bestiariums mit Kreaturen wie den Doom Wolves, Scuttling Hands und Zombiedrachen, die hin und wieder aus der Ebene der Knochen auftauchen.

Mit 144 Seiten ist das Softcover ein Stück umfangreicher als die meisten bisher erschienen Quellenbüchern, sieht man einmal von Wälzern wie dem Tome of Corruption ab. Die Informationen des vollfarbigen Buches sind übersichtlich aufgebaut und so gestaltet, dass man sie recht problemlos verwenden kann. Wer allerdings das Liber Necris kennt, ein Hintergrund-Buch aus der Black Library-Reihe, vermisst ein paar Informationen zur Entstehung der Vampire. Das tut dem Buch mit seinen aussagekräftigen Illustrationen aber keinen Abbruch.

Wer nicht unbedingt Vampire als wiederkehrende Gegner in seiner Warhammer-Kampagne möchte, muss sich "Night`s Dark Masters" nicht kaufen. Schaden kann es aber in keinem Fall.




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