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Codex Daomonis - Horden des Abyss
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 08.12.2007, Serie: Rollenspiel, Autor(en): , Verlag: Feder und Schwert, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 34,95 Euro


Eine gestandene Abenteurergruppe auf Seiten der lichten und guten Götter wird sich im Laufe ihrer Karriere sicherlich den Dämonen des Abyss gegenüber sehen. Alle Informationen über die Kreaturen aus diesem Quell des absoluten Chaos findet der Dungeons & Dragons v.3.5-Spielleiter im neu erschienenen "Codex Daimonis – Horden des Abyss".

In fünf umfangreichen Kapiteln werden zahlreiche Informationen an den Spielleiter vermittelt.
Mit den Ursprüngen der Dämonen sowie ihrer Physiologie und den Rollen, die ein Dämon einnehmen kann, ob nun Assassine, Manipulator, Herrscher, Schlächter oder Verderber, befasst sich das erste Kapitel des Buches, Dämonisches Wissen. Zu diesem Kapitel gehört auch das Thema Bessessenheit und die Beantwortung von Fragen zur Existenz von Dämonen auf der Materiellen Ebene.

Um die verschiedensten Unterarten und Rassen der Dämonen, seien es nun Loumara, Obyrith oder Tanar`ri, geht es im zweiten Kapitel. Hier sind all jene Dämonen beschrieben, die noch nicht in den bisher erschienenen Monster-Handbüchern abgedeckt wurden.
Die umfangreichen, in ihrem Aufbau den Inhalten der Monsterhandbücher entsprechenden, Einträge decken die verschiedenen dämonischen Machtabstufungen von den niederen Manen bis hin zum gefährlichen Molydeus oder den aus aufgestiegenen Sukkubi hervorgegangenen Lilitu ab.

Die mächtigsten Dämonen können sich irgendwann zum Rang eines Dämonenfürsten emporschwingen und beherrschen dann eigene Reiche im Abyss, die ganze Schichten dieser chaotischen Ebene umfassen. Jeder dieser Fürsten, von Demogorgon über die Bleiche Nacht, die älteste Dämonenfürstin, bis hin zu Yeoneegeth, dem Herrn der Gnolle, wird ausführlich beschrieben und mit seinen relevanten Werten ebenso versehen, wie mit Informationen zu Kampfweise, Verbündeten, Dienern und langfristigen Zielen. Wie sollte es auch anders sein, findet der Spielleiter an dieser Stelle auch Informationen zu den Feindschaften der Dämonenfürsten untereinander.

Um die unvermeidlichen neuen Talente und neue Zaubersprüche geht es im vierten Kapitel. Hier werden neue dämonische Kräfte wie der Dämonische Hinterhältige Angriff oder das Nabassu-Herz ebenso vorgestellt, wie der Zauber Ebenenriss oder die abyssische Raserei. Ebenfalls in diesem Kapitel behandelt wird der Schwarze Kult Ahms, der sich zwar mit dem Thema Dämonologie befasst, diese aber nicht zur Erweiterung der eigenen Macht betreibt, sondern die Dämonen studiert, um so Mittel zu finden, sie leichter zu bekämpfen und zu besiegen.

Das fünfte und letzte Kapitel beschäftigt sich mit dem Abyss selbst, dem Dämonenreich. Die Geschichte der Dämonen einschließlich des Blutkrieges zwischen Dämonen und Teufeln und der Entmachtung der herrschenden Obyrith-Dämonen wird hier ebenso aufgegriffen, wie verschiedene bedeutende Punkte und Ebenen des Abyss. Sei es nun das Herrschaftsgebiet dieses oder jenes Dämonenfürsten oder ein Ort an dem man selbst im Abyss einer relevanten Zahl an Sterblichen begegnen kann, die mehr sind als Futter, Sklaven oder Jagdbeute.

Das Hardcover aus dem Hause Feder & Schwert ist im üblichen Dungeons & Dragons Layout gehalten. Die Seiten sind vollfarbig und wie üblich mit einem Rahmen versehen. Die Zeichnungen der verschiedenen Ilustratoren, wie zum Beispiel Franz Vohwinkel, sind sauber ausgeführt und passen inhaltlich zum Buch.

Dämonen sind eines der großen Übel im D&D Multiversum. Die meisten Spielleiter und Spieler sehen sie aber nur als hirnlose Monster, die auf nichts anderes aus sind, als sinnlose Gewalt und Zerstörung. Natürlich ist das durchaus ein wichtiges Element, wie die Autoren des Codex Daimonis auch nicht bestreiten, aber es steckt eben mehr hinter diesen chaotischen Kreaturen.
Mit den Kapiteln über die Herkunft und die Heimatebene, sowie den Informationen über die Beziehungen zwischen den Dämonenfürsten, liefert das Buch dem interessierten Spielleiter genug Material, um eine ganze Kampagne rund um die Bewohner des Abyss und ihre Absichten auf der Materiellen Ebene aufzuziehen.
Wie bei solchen Büchern fas unvermeidbar, wird die Machtspirale was Kreaturen angeht, hier noch einmal kräftig angezogen und ob die höchsten Dämonenfürsten wirklich Werte brauchen, wage ich an dieser Stelle einfach zu bezweifeln.

Fazit
Inhaltlich ist der "Codex Daimonis" ein übersichtlich gestaltetes spezialisiertes Monsterbuch, dass mit erfreulich vielen Hintergrundinformationen gespickt wurde.
Wer Dämonen gezielt in seine D&D Runde einbringen will, ist mit diesem Buch sicher gut beraten, ansonsten ist es aber sicherlich kein Muss für D&D-Spielleiter.




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