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Das Monster aus der Spätvorstellung 3 - Die unnötige Fortsetzung
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 22.12.2007, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Ralf Sandfuchs, Verlag: Krimsus Krimskramskiste, Seiten: 150, Erschienen: 2007, Preis: 14,50 Euro

Wer kennt sie nicht, die furchtbar schlechten B-Movies, die nur zu den unmöglichsten Sendezeiten laufen und allein aufgrund ihres Trash-Faktors zum Kult werden? Es gibt sie in den verschiedensten Varianten, ob nun Western, Horror-Film, Agenten-Streifen, Action-Film oder Eastern. "Das Monster aus der Spätvorstellung" nimmt diese Klischee-Streifen aufs Korn. Der vorliegende Band 3 liefert der geneigten Spielrunde 4 neue Drehbücher, sprich Abenteuer, die umzusetzen sind.

Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines Schauspielers, der für den entsprechenden Film unter Vertrag genommen wurde. Nun heißt es, Kamera ab, Ton läuft und Action. Natürlich läuft es bei einem solchen Film nie so wie es soll, und so müssen die Schauspieler sehen, wie sie sich quer durch den Dreh lavieren und dabei möglichst viel Star-Ruhm sammeln. Schließlich bekommt man mehr und bessere Rollenangebote, wenn man berühmter ist.

Das Buch liefert vier neue Drehbücher. "Showdown in Dry Gulch" ist an sich ein klassischer Spagetti-Western einschließlich Schlägerei im Saloon, einsamer Witwe, Überfällen, Schießereien und perfiden Großgrundbesitzern. Je besser sich die Schauspieler auf ihre Rollen einlassen und sich in den wilden Westen hineinversetzen, desto besser für den Film. Also heißt es Aufsitzen, den Revolver laden und mit einem Yeehaw! hinein in die Kulissen.

Der zweite Film ist ein klassischer Horror-Streifen. Monströse Insekten greifen ein Rock-Festival an in "Angriff der Aggro-Ameisen auf Antishill". Da heißt es Ruhe bewahren, die Bands erleben, die Viecher abwehren und dem großen Credo frönen, das da lautet: Sex, Drugs and Rock`n`Roll!

Schon mal gesehen, was passiert, wenn italienische und chinesische Geheimagenten anfangen, Essen zu liefern, um ungestört ihrem Land dienen zu können? Nein? Na dann sollten Sie als Schauspieler bei "PizzAgent" mitmachen, denn hier wird ein Spionage-Film gedreht wie er im Buche steht. Und das chinesisch-italienische Catering ist auch nicht so übel.
Bei diesem Dreh kommen Mafia-Film, Agenten-Thriller und Eastern zusammen, verbunden mit einer kräftigen Prise HongKong-Action.

Nach all diesen ausgearbeiteten Drehbüchern, sprich Abenteuern, liefern die Autoren noch einige kurze Drehbuchideen sowie ein paar geeignete Filmempfehlungen, damit der Regisseur, sprich Spielleiter, auch ein paar eigene Drehbücher entwickeln kann.

150 Seiten stark ist das Softcover mit den zahlreichen, inhaltsbezogenen Illustrationen. Das Layout ist übersichtlich und orientiert sich am Stil der beiden Vorgängerbände.
Man muss aber ganz klar sagen, dass für das Buch der ersten Band der Reihe benötigt wird, da dort sämtliche relevanten Regeln aufgeführt sind und dieses neue Buch nur Zusatzregeln einführt.

Wer das Hobby Rollenspiel nicht zu ernst nimmt und seinen Spaß an wirklich schlechten Filmen hat, dem ist die Reihe "Das Monster aus der Spätvorstellung" wirklich zu empfehlen. Für Kenner des Systems ist das vorliegende Buch ein sinnvoller Kauf.




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