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Zocken!
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 05.02.2008, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Tony Richardson, Verlag: Schmidt Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 19,95 Euro


Zocken! von Tony Richardson aus dem Hause Schmidt Spiele verspricht auf dem Titelbild "spannenden Würfelspaß für 2-6 Glückspilze", und damit ist eigentlich schon fast alles gesagt.
Es geht ums Würfeln, man muss Glück haben, und ja, es wird auch spannend. Aber fangen wir vorne an.
Jeder Teilnehmer erhält am Anfang (je nach Teilnehmerzahl) bis zu sechs Aufgaben-Karten, die er loswerden muss, um zu gewinnen. Außerdem bekommt er einen der dem Spiel beiliegenden Chips.
Jede Karte enthält eine Aufgabe, die mit bis zu acht normalen sechsseitigen Würfeln erfüllt werden muss. Die Karte gibt dabei außerdem an, ob man alleine oder gegen einen Gegner würfelt, mit wievielen Würfeln man würfelt, wieviele Würfe einem zur Verfügung stehen und ob man nach einem Wurf Würfel beseite legen darf oder nicht.
Eine solche Aufgabe kann beispielsweise sein, dass man mit sechs Würfeln drei Pärchen erzielen muss, die jeweils zusammen sechs Augen ergeben (also beispielsweise 4+2, 3+3, 5+1), oder dass alle Teilnehmer nacheinander würfeln und derjenige gewinnt, der mit seinem Wurf die 21 überschreitet. Mit insgesamt 54 verschiedenen Aufgaben ist hier eine große Bandbreite an Würfelei-Gemeinheiten abgedeckt.
Wenn ein Spieler dran ist, legt er eine seiner Handkarten offen auf den Tisch und versucht die darauf angegebene Aufgabe zu erfüllen, entweder allein oder gegen andere Mitspieler. Wem dies gelingt, der bekommt auf jeden Fall die auf der Karte angegebene Zahl von Chips als Belohnung. Nur der Spieler jedoch, der die Aufgabe seiner eigenen Karte erfüllt, darf diese danach auch ablegen; ansonsten muss der auslegende Spieler seine Karte wieder aufnehmen.
Wer als erster alle Karten los wird, gewinnt das Spiel, jedoch nur dann, wenn er nach dem Abschluss einer kompletten Runde (wenn also der Startspieler wieder dran wäre) immer noch der einzige Spieler ohne Karten ist. Bei mehreren Spielern ohne Karten entscheidet in diesem Fall die Zahl der Chips über den Sieg.
Doch diese Chips kann man auch im Spiel einsetzen, beispielsweise um sich einen zusätzlichen Würfelwurf zu verschaffen oder auch, um einem Gegner, der dem Sieg zu nahe kommt, schnell noch eine zusätzliche Karte vom Zugstapel zukommen zu lassen. Dieser Einsatz von Chips ist auch sicherlich sinnvoller als das Horten für eine mögliche Siegentscheidung am Ende und vor allem bringt er mehr Pepp und Spannung ins Spiel.
Zocken! ist ein wirklich spaßiges Spiel ohne irgendwelche taktischen Momente, in gewisser Weise also ein legitimer Nachfolger des Klassikers Kniffel, bei dem man sich auch vor allem auf sein Würfelglück verlassen musste. Die gestellten Aufgaben sind jedoch ungleich vielseitiger und der Ärgerfaktor sicherlich höher.
Einige Aufgaben erschienen unseren Testspielern zwar trotz gleicher Anzahl von Chips als Belohnung unterschiedlich schwer erreichbar zu sein, doch das ist bei einem Spiel dieser Art sicherlich nur ein kleiner Kritikpunkt.
Insgesamt kann man Zocken! attestieren, dass es sein auf der Schachtel selbst gestecktes Ziel vollends verwirklicht, und das ist sicherlich mehr, als manchem anderen Spiel in der Vergangenheit gelungen ist.




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