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Envoyer 9/2007
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 01.11.2007, Serie: Zeitschriften, Autor(en): André Wiesler (Hrsg.), Verlag: FZ Werbung / Redaktion Envoyer, Seiten: 66, Erschienen: 2007, Preis: 1,80 Euro

Der "Envoyer" gilt zu Recht als das Urgestein unter den deutschen Rollenspielmagazinen. Zwar kann und will er hinsichtlich Umfang, Aufmachung und Magazincharakter nicht mit "professionellen" Produkten wie Mephisto oder Artefakt mithalten, hat sich aber einen Stammplatz in der Rollenspielszene erarbeitet.

Die Ausgabe für den September 2007 beinhaltet, neben ausführlichen Kritiken zu Neuerscheinung für Das Schwarze Auge, Cthulhu und Unknown Armies, auch zwei neue Abenteuer und eine Fortsetzung der Hörbuch-Reihe, eine neue Kurzgeschichte, die Vorstellung des Dektektivs als LARP-Konzept und die Weltenretter, das Envoyer-Comic.

Der Newsbereich ist mit zwölf Neuerscheinungen verschiedenster Couleur recht durchschnittlich ausgestattet, beschränkt sich aber erfreulicherweise nicht nur auf deutschsprachige Titel. Das neue DSA-Abenteuer "Klar zum Entern", das deutlich auf den Piraten-Trend abzielt, wird ebenso gründlich rezensiert, wie das Cthulhu-Quellenbuch "Secrets of Kenya", das sich mit dem schwarzen Kontinent befasst, und der erste Abenteuerband für das Horror-Rollenspiel Unknown Armies, Schnellschüsse, der mit fünf One-Shot-Abenteuern einen schnellen Einstieg in das System ermöglichen soll. Ebenfalls eingehend rezensiert wurde das Cthulhu-Abenteuer "Unfassbare Mächte".

Spielstopper wie die ewigen Diskussionen zur richtigen Vorgehensweise, kennt so ziemlich jede Rollenspielrunde. Wie man mit solchen Situationen umgeht, wird im gleichnamigen Artikel behandelt, wobei allerdings die Lösungsansätze eigentlich keines spezialisierten Artikels bedürfen, sondern einem halbwegs erfahrenen Spielleiter von alleine einfallen sollten. Das Hörbuchfeature ist zum letzten Mal im Envoyer enthalten und stellt diesmal "Amokspiel" von Sebastian Fitzek, den fünften und sechsten Teil von "Wächter der Nacht", sowie die ersten drei Teile von "Die schwarze Sonne" vor.

Mit "Böses Blut" liefert der Envoyer ein recht typisches Cthulhu-Abenteuer ab, das solides Material, ob seiner Geschichte und der Zusammenhänge aber kein herausragendes Stück Rollenspielgeschichte ist. Das zweite Abenteuer des Heftes, "Die Nacht der lebenden Toten", greift einen der ersten Zombie-Filme auf und setzt diesen als Abenteuer um, das beliebig an ein Horror-Rollenspiel angepasst werden kann. Ob nun im Cthulhu-System oder sonstwo: Die Flucht durch eine zombieverseuchte Stadt ist ein beliebtes Thema in Horrorfilmen wie "Resident Evil" und so ist es leicht, sich als Spieler in ein entsprechendes Szenario einzufinden.

Als letzter großer Artikel wird das Kartenspiel "Neue Helden" ausführlich vorgestellt, einschließlich der Entstehungsgeschichte. Ein gut gemachter, unterhaltsamer Artikel, der die Intention dieses Spieles gut einfängt.
Das Heft liefert mit seinen Artikeln und Kritiken einen schönen Informations- und Materialquerschnitt durch das Hobby, wobei diesmal speziell die Fans von Horror im Rollenspiel auf ihre Kosten kommen dürften.




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