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Execution Hour
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 26.09.2007, Serie: Belletristik, Autor(en): Gordon Rennie, Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 288, Erschienen: 2001, Preis: ab 20 € im Antiquariat


Die Imperiale Navy seiner Göttlichen Majestät hat im All ein ähnlich schweres Los wie die Imperial Guard auf den Planeten. Schliesslich stellen die Kampfgruppen der verschiedenen Sektor-Battlefleets die erste Verteidigungslinie gegen jegliche angreifenden Feinde der Menschheit. So auch die Schiffe der Battlefleet Gothic, die sich dem Ansturm des Dreizehnten Schwarzen Kreuzzugs von Abaddon entgegenstellen.

Leoten Semper ist ein Abkömmling einer ganzen Reihe imperialer Flottenoffiziere, wurde erst vor kurzer Zeit zum Flottenkapitän befördert und hat den Befehl über den Schlachtkreuzer Lord Solar Macharius erhalten. Damit hat Semper die Macht in seinen Händen, einen ganzen Planeten zu verwüsten und den Feinden zu zeigen, was es heißt, den Zorn des Imperiums zu entfesseln.
Im Moment ist es allerdings eher so, dass die imperiale Navy verzweifelt versucht, die stetigen Angriffe von Abaddons Chaosflotte auf imperiale Welten abzuwehren.
Sempers Schiff soll sich einer Kampfgruppe anschließen, die einen imperialen Industrieplaneten vor einem Kampfverband von Abaddons Reaver-Flotten schützt. Auf dem Weg zum Einsatzort legt sich die Macharius mit einem Chaoskreuzer in den Diensten Nurgles an und nach einem Sieg im Helion-System wird das Kriegsschiff zur Evakuierung eines imperialen Planeten abkommandiert.
Normalerweise würde eine Planet nicht so umfassend wie möglich evakuiert, bloß weil sich eine Kampfflotte des Chaos nähert, aber diesmal ist es schlimmer: Abaddon hat eine Superwaffe bauen lassen, die alles Dagewesene in den Schatten stellt, denn das neue Kampfschiff trägt zu Recht den Namen Planeten-Killer. Damit arbeitet die Zeit gegen die imperialen Kriegsschiffe und vor allem gegen den auf dem Planeten gestrandeten Flottenkapitän Leoten Semper…

288 Seiten hat das Softcover, das im Games-Workshop-Tochterverlag Black Library erschienen ist und als Titelbild ein imperiales Kriegsschiff über einem Enterkommando zeigt. Gordon Rennies Erstlingswerk ist hinsichtlich seiner Kapitelaufteilung und der Splittung in mehrere Handlungsblöcke etwas gewöhnungsbedürftig, aber keinesfalls schlecht.

Die imperiale Raumflotte ist bisher immer recht stiefmütterlich behandelt worden, was die Versorgung mit Hintergrundromanen angeht. Zur Imperial Guard, den Space Marines und der Inquisition gibt es schließlich schon eine Menge Romane der verschiedensten Autoren. Für die Navy ist es das erste Auftauchen als Hauptprotagonist und mit Capatin Semper, Fleet Commissar Kyogen und Maxim Borusa hat Rennie mehrere Figuren entwickelt, die die verschiedenen Eben innerhalb der 10.000 Mann starken Besatzung eines solchen Schiffes verkörpern. Dazu noch eine spannende, actionreiche Story, eine gute Kenntnis des Warhammer-40k-Universums, und schon hat der Leser einen unterhaltsamen Roman vor sich, dessen Raumschlachten voller Torpedosalven, Laser-Breitseiten, Bomberangriffe und Entermanöver ein viel lebendigeres Bild malen, als die klinisch sauberen Schlachten á la Star Trek.




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