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Death or Glory, Ciaphas Cain Volume IV
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 14.09.2007, Serie: Belletristik, Autor(en): Sandy Mitchell, Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 400, Erschienen: 2006, Preis: 9,98 €


Das Imperium der Menschheit braucht seine Helden. Einer der berühmtesten ist Commissar Ciaphas Cain. Allerdings sprechen dessen Tagebücher eine etwas andere Sprache als die offizielle Biografie, die seitens der Inquisition genehmigt wurde. "Death or Glory" beschäftigt sich dabei mit den Ereignissen während der Ork-Invasion auf dem Planeten Perlia.

Comissar Ciaphas Cain hatte sich eigentlich auf einen entspannten Anflug auf den Planeten Perlia und dann auf stressfreien Dienst beim 12. Valhalla-Artillerieregiment weit hinter der Hauptkampflinie gefreut. Dumm nur, dass die Orks, gegen die auf Perlia gekämpft wird, im All ein paar wirklich unangenehme Überraschungen für die imperialen Nachschubkonvois hinterlassen haben. Cains Truppentransporter wird von den wartenden Ork-Kampfraumern beschossen und der Commissar ist gezwungen, in einer Rettungskapsel nach Perlia weiterzureisen. Statt sanft mit einem Landungsschiff in einem imperialen Stützpunkt anzukommen, kracht die Kapsel von Cain und seinem unvermeidlichen und übelriechenden Adjutanten Jurgen in eine orkische Kampfpatrouille in der Wüste, tief hinter den feindlichen Linien.
Nun ist Cain vielleicht nicht unbedingt der eifrigste Anhänger des imperialen Credos, aber zu einem erfolgreichen und vor allem lebendigen Commissar gehört eben auch ein gerütteltes Maß Charisma, Überzeugungskraft und Kampffähigkeiten. Also mobilisiert Cain einige versprengte Überreste der Planetaren Verteidigungsstreitkräfte (in der Absicht, einen kämpfenden Kugelfang zu bekommen), befreit unfreiwillig eine Menge gefangene Zivilisten aus den Händen der Orks und macht sich mit einer wachsenden Armee aus PVS-Soldaten und Freiwilligen auf den Weg in Richtung imperiales Territorium. Und damit hat der Ork-Waaaargh mehr Probleme am Hals, als sich ein ganzer Haufen kriegslüsterner Grünhäute vorstellen kann, denn Cain will endlich in ein bequemes Quartier und eine Tasse Tanna-Tee trinken…

400 Seiten dick ist der neueste Roman um Sandy Mitchells Figur Ciaphas Cain. Das in übersichtliche Kapitel aufgeteilte Buch ziert eine Coverillustration mit Commissar Cain, die auch auf ein Werbeplakat der imperialen Armee passen würde.

Mitchell hat einen ganz eigenen und sehr amüsanten Schreibstil. Die rückblickende Ich-Erzählweise, die als Cains Autobiographie dargestellt wird, liefert dem Leser Einblicke hinter die offizielle Fassade des imperialen Helden. Sachlichere Informationen zu den beschriebenen Ereignissen werden von Mitchell in Form von Fußnoten und Texteinschüben durch eine Inquisitorin, die Cain persönlich kannte, eingebracht.
Die selbstironischen Handlungsbeschreibungen, der Blick auf die Intentionen der unterhaltsam geschriebenen Dialoge und die bildhaften Action-Szenen ergeben einen Warhammer 40k-Roman, der die Hintergrundwelt mit einem Augenzwinkern betrachtet.

Insgesamt ist auch dieser Ciaphas Cain-Roman ein erfreulich lockerer und gleichzeitig stimmiger Roman aus dem WH40k-Universum.




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