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Death World
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 17.09.2007, Serie: Belletristik, Autor(en): Steve Lyons, Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 248, Erschienen: 2006, Preis: 5,95 €


Catachan, einer der gefährlichsten Planeten des Imperiums, hat zu Recht die Einstufung Todeswelt. Kinder lernen mit Kampfmesser und Lasergewehr umzugehen, bevor sie laufen können, und kaum jemand wird im ständigen Kampf mit dem planetenumspannenden Dschungel 50 Jahre alt. Allerdings bringt Catachan auch eine der besten Kampfeinheiten des Imperiums hervor: die catachanischen Dschungelkämpfer. Mit "Death World" von Steve Lyons ist nun der erste Roman um die Infanteristen mit dem roten Bandana erschienen.

Lorenzo ist Soldat im XIV. Catachan-Regiment, das auf dem Weg zur Dschungelwelt Rogar ist. Anscheinend ist der Planet, auf dem seit etwa einem Jahr imperiale Truppen gegen Orkverbände kämpfen, vor kurzem als Todeswelt eingestuft worden und damit ideales Gelände für den Einsatz der Catachaner.
Kaum auf dem Planeten gelandet, besser gesagt abgestürzt, fangen Lorenzo und seine Kameraden an, sich auf die feindselige Umgebung einzustellen. Neben den Herausforderungen der Todeswelt macht Lorenzo sich auch Gedanken darum, sich endlich einen Kampfnamen zu verdienen. Nach der Ankunft im imperialen Lager bekommen Lorenzo und die anderen Soldaten um den erfahrenen catachanischen Sergeant "Hard Head" Greiss mit Commissar Mackenzie einen unerfahrenen, aber ehrgeizigen Offizier vor die Nase gesetzt. Mit dem Auftrag, einen besonders gerissenen Anführer der Orks zu erledigen, machen sich die Kämpfer auf in den Dschungel, der offenbar gefährlicher ist, als er scheint, denn offenbar passt der Planet sich an die Menschen und ihre Abwehrmaßnahmen an…

Mit 248 Seiten liegt "Death World" vom Umfang her etwas unter dem Durchschnitt der zahlreichen Warhammer 40k-Romane. Das Cover für Steve Lyons` zwanzigstes Buch stammt von Karl Kopinski und wurde bereits in Publikationen für das Warhammer 40k Tabletop-Spiel verwandt.

Mensch gegen Natur. Damit lässt sich das Thema des Buches eigentlich am besten zusammenfassen. Im Gegensatz zu den üblichen Romanen des Warhammer 40k-Universums ist diesmal nicht der offizielle Feind das Problem, sondern die Umgebung, in der gekämpft wird. Lyons schafft es, die Geschichte, die sich ausschließlich aus der Sicht des Catachaners Lorenzo abspielt, so zu entwickeln, dass man als Leser anfängt zu überlegen, was sich der Planet denn als nächstes ausdenken wird, um der Eindringlinge Herr zu werden.
Die Kapitelaufteilung ist zweckmäßig und auch die Dialoge passen zu den Charakteren, die eben mehr sind, als die normalen Frontschweine, die den Großteil der imperialen Infanterie ausmachen.

Fans der imperialen Armee und im Grunde auch alle anderen, die gut geschriebene Warhammer-40-Romane mögen, können sich "Death World" guten Gewissens zulegen.




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