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Hexer von Salem: Tage des Mondes
Von Marcus Pohlmann

Rezension erschienen: 08.11.2007, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Andreas Mehlhorn, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: 42, Erschienen: 2007, Preis: 9,95 Euro


In die Welt des Hexer von Salem führt uns das Cthulhu-Abenteuer Tage des Mondes von Pegasus. Hier blicken die Charaktere hinter die friedliche Kulisse eines idylischen Sanatoriums und stellen sich ihrem eigenen Wahnsinn.

Bevor sich die Charaktere aber daran machen können den Vorgängen innerhalb der Irrenanstalt nachzugehen, kann man sich erst noch ein wenig mit einer Kurzgeschichte aus der Feder Wolfgang Holhbeins in Stimmung bringen. Hier muss der Hexer in Asien einem finsteren Kult gegenübertreten und kann nur mit Mühe und durch die Hilfe eines treuen Begleiters dem sicheren Tod entgehen.

Im sich anschließenden Abenteuer werden die Charaktere in ein Sanatorium auf dem Land gerufen, in dem merkwürdige Dinge vor sich gehen. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Ängste und Wahnvorstellungen der Patienten Gestalt annehmen, um sich gegen Personal und Insassen der Anstalt zu wenden. Im Laufe des Abenteuers entdecken die Charaktere den Ursprung des Problems und stellen sich diesem entgegen.
Am Ende statten sie einem anderen Sanatorium, gänzlich verschieden von dem ersten, einen Besuch ab. Hier müssen sie sich ihren schlimmsten Ängsten und dem Wahnsinn selbst stellen, bevor sie den Urheber des Übels aufhalten können.


Die Ausstattung von Tage des Mondes lässt, wie auch die anderen Bände der Reihe, keinerlei Wünsche offen. Das Abenteuer selbst ist gut geschrieben und stimmig präsentiert, allerdings wird, wie im Hexer-Universum üblich, etwas mehr Wert auf Action und eine gradlinige Handlung gelegt. Dies ist nicht weiter schlimm, eignet sich das Abenteuer daher doch hervorragend für Einsteigergruppen und ist recht zügig durchgespielt. Mit nur wenig Aufwand von Seiten des Spielleiters kann es ebenso für eine "normale" Cthulhu-Rollenspielrunde genutzt werden. Auch auf die Beschreibung des Sanatoriums kann man jederzeit gerne wieder zurückgreifen, sollte dies nötig sein.
Der einzige Kritikpunkt, den man am Abenteuer finden kann, ist die einleitende Geschichte über den Hexer Robert Craven, die immerhin ein Viertel des Bandes einnimmt. Hier vermisst man jeglichen Bezug zum eigentlichen Abenteuer und auch die Handlung wirkt konstruiert und aus einem größeren Rahmen gerissen. Eine engere Verbindung zwischen Einleitung und Abenteuer wäre durchaus wünschenswert gewesen und der Stimmung förderlich.
Allerdings erhält man zu einem recht günstigen Preis ein Abenteuer, das durchaus eine oder zwei Spielsitzungen zu fesseln vermag.




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