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Honour Guard, Gaunt`s Ghosts Volume IV
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 15.07.2007, Serie: Belletristik, Autor(en): Dan Abnett, Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 320, Erschienen: 2001, Preis: 9,99


Nach den schweren Kämpfen auf Verghast schickt Dan Abnett seine Gaunt`s Ghosts nun in "Honour Guard" in ihren vierten und definitiv schwersten Einsatz auf einer der wichtigsten Welten des Sabbat Crusade.

Die Schreinwelt Hagia ist eine der Kernwelten der Sabbat-Welten, denn hier wurde Saint Sabbat geboren, die Kriegerheilige, nach der dieser Sternhaufen benannt wurde. Wie die anderen Systeme des Sternhaufens auch, wurde dieser Planet von den Chaostruppen gestürmt, in diesem Fall von den Truppen unter dem Befehl von Pater Sin. Gaunts Regiment ist nach den schweren Kämpfen auf Verghast durch den Act of Consolation mit zahlreichen Verghaster Freiwillige aufgestockt worden und verfügt daher wieder über eine Stärke von über 2500 Soldaten.
Die Imperial Guard schickt mehrere Regimenter unter dem Befehl von Lord General Lugo nach Hagia, um den Planeten zurückzuerobern, und wir treten ins Geschehen ein, als das Tanith First-and-Only zusammen mit einem Pardus-Panzerregiment die Doctrinopolis, die Hauptstadt von Hagia, zurückerobert. Doch die Stadt erweist sich als Falle von Sin, der mit einem Chaos-Ritual die Zitadelle der Stadt in eine riesige Bombe und ein Psi-Leuchtfeuer verwandelt.
Lord General Lugo hatte Colonel-Commissar Gaunt gedrängt, die Doctrinopolis lieber schnell einzunehmen, statt methodisch vorzugehen, wie der Regimentskommandeur der Ghosts es bevorzugte. Nun braucht er einen Sündenbock für dieses Desaster. Er macht Gaunt für die Ereignisse verantwortlich, ordnet dem Regiment Commissar Hark als Wachhund bei und erteilt Gaunt den Befehl, mit seinem Regiment als Ehrengarde die Gebeine von Saint Sabbat zu holen, bevor der Colonel-Commissar seines Postens enthoben wird.
Also machen sich die Ghosts auf den Weg ins Gebirge, wo die Gebeine in einem abgelegenen Tempel ruhen. Das Problem dabei ist allerdings, dass eine Chaosflotte, herbeigerufen durch das Psi-Leuchtfeuer, im Anmarsch ist und die Ghosts nur 18 Tage haben, um ihren Auftrag zu erfüllen und die Strecke durch den feindkontrollierten Dschungel zurückzulegen.
Dass zu allem Überfluss Colonel Corbec und einige andere Männer als Verwundete zurückbleiben müssen und das Tanith First-and-Only nicht auf ihren letzten Einsatz begleiten dürfen, macht die Angelegenheit auch nicht eben besser…

Bei Abnett scheint sich ein Muster zu entwickeln, was den Umfang seiner Ghosts-Romane angeht, denn auch dieses Buch ist wieder 320 Seiten dick. Das Coverbild bleibt dem bisherigen Stil der Abbildung von Gaunt und seinen Männern treu und wie üblich ist die Klebebindung von erfreulicher Qualität.

Abnett bringt mit den neuen Rekruten von Verghast frisches Blut in das Regiment und bemüht sich erfolgreich, einige neue Hauptfiguren zu etablieren, die ihren Platz neben den altgedienten Helden wie Corbec, Larkin, Milo und Gaunt finden. Dabei schafft der Autor es, die verschiedenen Mentalitäten und Animositäten gut zu vermitteln, ohne dabei die Stimmung, die die Romane ausmacht, zu zerstören. Als Leser beginnt man erneut, um das Schicksal seiner Lieblinge zu bangen und entwickelt fast schon eine Abneigung gegen die Bösewichter in den Reihen der Ghosts. Das Buch entwickelt vor allem die Figur Ibram Gaunt weiter und verrät mehr über den Mann in der Uniform eines Commissars mit den Rangabzeichen eines Colonels. Die Kämpfe sind, wie bei Abnett üblich, schonungslos und ziemlich brutal beschrieben, was aber zum Gesamtstil der Geschichte passt, ist das Universum doch in der Welt des 41. Jahrtausends ein ständiger Konflikt.

Wer die bisherigen Ghosts-Romane mochte, dem wird auch "Honour Guard" gefallen, und hinsichtlich der Chronologie der Reihe ist das Buch sowieso unverzichtbar.

Im August 2007 erscheint übrigens mit "The Saint" der zweite Omnibus (Sammelband) der Reihe, der die Romane "Honour Guard", "The Guns of Tanith" und "Straight Silver" in sich vereint.




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