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The Guns of Tanith, Gaunt`s Ghosts Volume V
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 18.07.2007, Serie: Belletristik, Autor(en): Dan Abnett, Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 320, Erschienen: 2003, Preis: 9.99


Komm zur Imperial Guard, hat Dan Abnett gesagt. Da erlebst du was, hat Dan Abnett gesagt. Und er hat recht, denn seine Romane um das First-and-Only Tanith haben natürlich immer das gleiche Grundthema, spinnen dabei aber eine fortlaufende Geschichte und die Gaunt`s Ghosts werden auf den verschiedensten Schlachtfeldern eingesetzt. Das garantiert Abnett mittlerweile eine feste Stammleserschaft, die sich wohl auch für den vorliegenden Band, "The Guns of Tanith" interessieren dürften.

Colonel-Commissar Ibram Gaunt ist nach seiner Mission auf der Schreinwelt Hagia wieder voll rehabilitiert und in seiner Funktion als Regimentschef der Gaunt`s Ghosts bestätigt worden. Nachdem nun Hagia gesichert ist, werden Gaunt und seine Männer zum nächsten Kriegsschauplatz versetzt, nach Phantine. Dieser Planet ist für die Nachschubversorgung des Sabbat Crusade lebenswichtig, und so müssen die Kuppelstädte dieser Welt zurückerobert werden. Das Problem ist dabei, dass die Städte Phantines auf Berggipfeln über der hochtoxischen Wolkenschicht, aus der Treibstoff und Gas gewonnen werden, errichtet worden sind und somit ein konventioneller Angriff durch Infanterie- und Panzerverbände der Imperial Guard nicht möglich ist.
Also müssen die Angriffe aus der Luft erfolgen, wobei die Kampfeinheiten sich aus Truppentransportern auf die Kuppeln abseilen müssen, und das unter Feindbeschuss. Verläuft die Erstürmung Cirenholms noch vergleichsweise problemlos, sieht man mal von ein paar tausend Mann Verlusten und den Fallen der Chaostruppen ab, so ergeben sich danach um so mehr Schwierigkeiten.
Ein Soldat der Ghosts, Caffran, wird des Mordes angeklagt, und es wird immer deutlicher, dass Cuu, einer der Verghastiten, ein Psychopath ist. Außerdem wächst die Unruhe im Regiment, da die Verghastiten glauben, dass Gaunt die Tanither bevorzugt.
Und so herrscht eine erhebliche Unruhe in der Kampfeinheit, während die Vorbereitungen für die Erstürmung Ouranbergs auf Hochtouren laufen und sich eine kleine Gruppe Ghosts auf eine besondere Mission vorbereitet…

Ebenso wie seine beiden Vorgängerbände ist "The Guns of Tanith" 320 Seiten stark. Das Titelbild zeigt eine der beschädigten Kuppelstädte Phantines und greift damit den Inhalt des Romanes direkt auf.

Abnett schafft es mit "The Guns of Tanith" die Stärken des von ihm erschaffenen Regiments auszuspielen, nämlich anschleichen, infiltrieren und unbemerkt vorrücken. Dabei baut der Autor mit den neu auftauchenden Truppen des Blood Pact eine Bedrohung auf, die ein ganz anderes Kampfpotential aufweist, als die bisherigen Heerscharen des Chaos, die fast nur aus schlecht ausgebildeten Fanatikern bestanden.
Neben dieser neuen äußeren Gefahr vertieft Abnett auch die Handlung innerhalb der Ghosts. Es geht verstärkt um neue Figuren in der Einheit und um den Konflikt zwischen Tanithern und Verghastitern. Außerdem bringt das ungewohnte Schlachtfeld neue Spannung in die wie immer sehr gut beschriebenen Kampfhandlungen und mittlerweile erkennt man manche Figuren schon an den Dialogen. Für Fans der Ghosts steht allerdings ein herber Verlust an…
Die Handlungsorte sind auch diesmal erfreulich bildhaft beschrieben, so dass sich die Geschichte problemlos vor dem geistigen Auge des Lesers entwickeln kann.
Jetzt bleibt eigentlich nur abzuwarten, wohin der Krieg das First-and-Only Tanith als nächstes führt.

Für Freunde gut geschriebener militärischer Science Fiction ist "The Guns of Tanith" und die gesamte Ghosts-Reihe nur zu empfehlen.




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