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White Dwarf 138 - Juni 2007
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 04.07.2007, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 120, Erschienen: 2007, Preis: 5,95 Euro


Der White Dwarf wird 30 Jahre alt, auch wenn man das an der Nummer der deutschen Ausgabe 138 nicht unbedingt erkennen kann, da die deutsche Version erst seit 1994 erscheint. Um dieses Jubiläum zu feiern, ist der Schriftzug des White Dwarfs in glänzender Goldfarbe gehalten und der namensgebende Zwerge präsentiert sich auf dem Titelblatt. Allerdings sind weder Jubiläumsextras wie Figuren, Poster oder Pappseiten enthalten, noch ist diese Ausgabe dicker als die anderen.

Nach dem ersten Sechstel der Ausgabe, namentlich den Neuerscheinungen, die weitestgehend Geländeteilen für Warhammer und Miniaturen der Zwerge gewidmet sind, gibt das Heft Tipps für den Zusammenbau, das Bemalen und den Einsatz von Tabletopgeländen. Der Einsatz und die Platzierung des Geländes ist von der Idee her nicht schlecht, doch hätte es weit mehr Platz benötigt. Später in der Ausgabe finden sich dann die Gebäude noch einmal mit allen Einzelteilen aufgelistet. Alle Informationen, die man hier vermittelt, hätte die Redaktion jedoch auch auf die Seiten der Neuvorstellung am Anfang packen können. Ein weiterer Artikel dreht sich um den Aufbau einer Zwergenarmee, vorrangig, um die neuen Miniaturen einsetzen zu können. Im Zentrum dieser Armee stehen die neuen Plastikbergerwerker, die in der bereits etablierten Schritt-für-Schritt-Anleitung bemalt werden. In dem angehängten Schlachtbericht, der sich erfreulicherweise an den alten Berichten des White Dwarfs orientiert, treffen Zwerge auf Orks. Der Bericht passt zum Hintergrund des anstehenden Kampagnensommers und enthält an entsprechenden Stellen taktische Hinweise, welche Aktionen klug oder wenig sinnvoll waren. Löblich.

Warhammer 40.000-Spieler können sich über einen offiziellen Codex für den Space Marine-Orden der Blood Angels freuen. Der Codex ist aber zweigeteilt, dieser White Dwarf enthält ein klein wenig Hintergrundinformationen, die Ausrüstungsliste, Sonderregeln und besonderen Charaktermodelle des Ordens, jedoch noch keine Armeeliste oder Punktwerte. Den Codex auf zwei Ausgaben aufzuteilen ist recht unglücklich, da man so zum Einsatz der Armee immer mindestens die beiden White Dwarfs mitnehmen muss. Hinzu kommt noch der Hinweis, dass man den Codex Space Marines und den Codex Dark Angels für weitergehende Informationen braucht. Inwieweit diese Werke zum Spielen wirklich notwendig sein werden, lässt sich aber erst mit dem ganzen Codex in der nächsten Ausgabe sagen. Insgesamt finden sich hier doch recht viele, sehr große Fotos, deren Platz man besser für mehr Informationen zum Codex hätte nutzen können.

Herr der Ringe erhält diesen Monat nur einen Tactica-Artikel für die Helden des Guten und wie man deren Potenzial ausreizt. Sicherlich nicht uninteressant, ganz im Gegensatz zu dem Schaukasten für Miniaturen von Gondor. Diese vier Seiten enthalten nur Bilder von Miniaturen die man bereits zig mal im White Dwarf gesehen, ohne Bemaltipps oder sonstige Hinweise.

Die Jubiläumsausgabe wäre natürlich nicht komplett, wenn nicht auch eine Chronik der 30 Jahre des Magazins zu finden wäre. Ein nostalgischer Blick zurück, mit vielen Bildern und Anekdoten sowie einer Zeitleiste. Passend dazu erscheint auch ein besonderes Modell, das die drei bekanntesten Zwerge zusammenführt: den Slayer Gotrek Gurnisson, den Braumeister Josef Bugmann und Grombeindal, den Weißen Zwerg. Das Modell der drei Zwerge ist so immens stark, dass er in normalen Spielen nicht eingesetzt werden darf und nur für spaßige Missionen dienen soll. Was der Standartenträger-Artikel diesen Monat leistet, bleibt unklar, er enthält jedoch nichts Interessantes. Der Bericht vom Warhammer Heat 2 besteht leider nur wieder aus Bildern, ohne dass etwas zu den Spielen erzählt wird. Recht persönlich und informativ ist jedoch der kurze Bericht über das erste Raumflotte Gothic-Turnier ganz am Ende der Ausgabe. Solche Artikel würde ich gerne öfters im White Dwarf sehen!

Insgesamt zwar einige reizvolle Inhalte, doch für eine Jubiläumsausgabe eher schwach. Das Magazin leidet für den geforderten Preis weiterhin unter einem Mangel an Text allgemein und brauchbarem Text im speziellen, sowie einem Zuviel an großen Fotos und Werbung.




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