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Der dunkle Stern
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 02.11.2007, Serie: Belletristik, Autor(en): Walter H. Hunt, Verlag: Heyne Verlag, Seiten: 560, Erschienen: 2007, Preis: 8,95 Euro


"Der dunkle Stern" ist Walter H. Hunts dritter Science-Fiction-Roman und setzt die Geschichte um das Sol-Imperium, die vogelähnlichen Zor und die Gestaltwandler vom Volk der Vuhl fort.

Jackie Laperriere, Commodore der Flotte des Sol-Imperiums, hat einen ganz besonderen Auftrag. Sie folgt einer alten Legende der Zor, um einen Weg zu finden, die Gestaltwandler der Vuhl aufzuhalten und das Reichsschwert der Zor zurück zu holen.
Die Vuhl haben die imperiale Flottenbasis Cicero übernommen, allerdings nicht ohne Aufsehen, so dass die Flotten der Menschen und Zor in den Alarmzustand versetzt wurden. Aber Cicero ist nicht die einzige Welt, die von den insektoiden Gestaltwandlern erobert wurde. Langsam aber sicher rücken die Infiltratoren und Kampfschiffe der Vuhl immer weiter vor und bisher gibt es noch keine wirksame Abwehrwaffe gegen diesen tödlichen Feind.
Während die Zor versuchen, Jackie Laperriere den Weg zu bereiten, damit sie der alten Legende folgen und irgendwann dem "Täuscher" entgegentreten kann, versuchen die Menschen, allen voran diejenigen, die unter Jackies Befehl bereits den Vuhl gegenüber gestanden haben, einen Weg zur Entdeckung und Bekämpfung von Vuhl-Infiltratoren zu finden…

"Der dunkle Stern" ist nach "Die dunkle Schwinge" und "Der dunkle Pfad" der neueste Band in Hunts Romanreihe und hat mit 560 Seiten einen durchschnittlichen Umfang für ein Science-Fiction-Taschenbuch. Das Cover-Motiv eines geflügelten Wesens im Kern einer Explosion wurde aufgegriffen und etwas abgewandelt.

Hunt schreibt solide, das erst einmal vorweg. Seine Geschichte entwickelt sich Stück für Stück und vor allem die Auszüge aus der Legende von Qu`ul am Anfang jedes Kapitels liefern dem Leser eine Menge Hintergrund zu Laperrieres Aufgabe und zu den Herausforderungen, die sie gerade bewältigt. Hin und wieder bleiben leider die Dialoge etwas zu farblos, wobei sie aber trotzdem die Geschichte vorantreiben.
Positiv macht sich vor allem die entwickelte Körpersprache beziehungsweise Flügelsprache der Zor bemerkbar, die den vogelähnlichen Außerirdischen etwas offensichtlich Fremdartiges verleihen. Auch die Vuhl mit ihrem eigenartigen Sprachgebrauch sind von Hunt deutlich nichtmenschlich gestaltet worden und so entwickelt sich vor allem dadurch eine erhebliche Spannung, was die Ereignisse zwischen den Völkern angeht.
Die Action kommt zwar in "Der dunkle Stern" nicht zu kurz, allerdings fehlt es hier etwas an Feuer, um die Szenerien lebendig erscheinen zu lassen.

Das Buch ist ein solider SF-Roman, allerdings ist es sinnvoll, die beiden Vorgängerbände gelesen zu haben, damit man an diesem Band wirklich Spaß hat.




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