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White Dwarf 137 - Mai 2007
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 23.05.2007, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 5,95 Euro


Der stürmende Zwergenkrieger auf dem Cover gibt das Titelthema der Ausgabe wieder: Khazad-Dum, das neue Ergänzungsbuch für Herr der Ringe, besser bekannt als Moria. Dazu erscheinen passend sehr viele neue Miniaturen für Zwerge und Goblins. Die Grünhäute der Warhammer-Welt erhalten ebenfalls neue Miniaturen, wobei die Plastikmodelle der Schwarzorks ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden. Als Besonderheit liegt dem White Dwarf noch ein 32-seitiges Kampagnenheft zum Krieg um die Nemesis-Krone bei.

Aber zurück zum Herrn der Ringe. Das neue Ergänzungsbuch wird mitsamt der neuen Modelle und einigen Regelauszügen vorgestellt. Besonders fällt dabei der erste Drache auf, der für Herr der Ringe erschienen ist und der mit auswählbaren Kräften individualisiert werden kann. Der darauf folgende Schlachtbericht schildert den Kampf des Zwergenherrschers Balin und seiner Getreuen gegen den Balrog und einen Haufen Goblins. Sonderlich viel tut sich hier aber nicht und so werden jeweils fünf Spielzüge zusammengefasst.

Warhammer-Fans erhalten weitere Bilder von Ork- und Goblinminiaturen sowie die Regeln zum neu erschienenen Waaaghboss Gorbad Eisenfaust. Des weiteren finden sich eine detailierte Auflistung aller Einzelteile des Gußrahmens der Plastik-Schwarzorks und ein Bemaltutorial für diese Modelle. Dieses ist aber wohl das schlechteste der letzten Jahre, denn das gewählte Farbschema ist ausgesprochen unansehnlich. Wer gerne die metallisch-schwarzen Miniaturen haben möchte, die im Rest des White Dwarfs zu sehen sind, wird sie ohne Tipps anmalen müssen. Die Orkstämme des Nemesis-Krieges erweisen sich als zwei uninspirierte Beispielarmeen, samt angeschlossener Werbung für Orkminiaturen.

Warhammer 40.000-Spieler dürften diese Ausgabe weniger interessant finden. Der Taktik-Artikel geht nur sehr allgemein auf die Verwendung von Panzern ein, wobei noch mal für jedes Volk dessen Fahrzeugoptionen genannt werden, ohne dass man näher auf diese eingeht. Antigravfahrzeuge kommen nicht zur Sprache, der Land Raider wird immer wieder als bestes Fahrzeug überhaupt angepriesen und am Ende des Artikels findet sich eine Doppelseite mit Werbung zu Panzern. Zudem gibt es noch einen völlig sinnfreien Schaukasten von fünf Seiten über lange bekannte Tyrandienmodelle.

Ansonsten stößt man noch auf die üblichen Artikel, wie einige Fotos zum zweiten Heat des Grand Tournaments, eine Figurenschau, den Lebenslauf eines Figurenpinslers und einen Malworkshop zum Trockenbürsten, wobei man bei einigen Fotos leider keine Effekte erkennen kann. Der Standartenträgerartikel schwadroniert über drei Seiten, wieso die aktuelle Kampagne die beste ist, die sie jemals hatten.

Das führt uns zu dem beiliegenden Kampagnenheft. Auf 32 Seiten wird die Geschichte der Nemesis-Krone erzählt, eine Karte der Alten Welt gezeigt, in der sie verborgen liegt und eine detailierte Erklärung der einzelnen Teilgebiete gegeben. Außerdem gibt es Regeln für besondere Charaktermodelle der Zwerge, Orks und des Imperiums, drei Szenarios sowie teils sehr willkürliche Gründe, wieso alle Völker der Welt an der Kampagne teilnehmen. Die Beschreibung der Gegend wirkt zwar sehr interessant und es gibt viele Orte, die besondere Szenarien vorraussetzen würden, doch sind die Details eher für Rollenspieler interessant, als für Tabletop-Spieler. Die Karte ist eine nette Idee, doch sie wird nicht im Spiel verwendet. Die einzelnen Örtlichkeiten schreiben keine Geländeteile oder Sonderregeln vor, so dass man halt irgendwo spielen kann, ohne die Schauplätze der Karte zu beachten. Die enthaltenen Szenarien sind zwar nett, zeigen aber nicht wirklich die Möglichkeiten der Kampagne. Alles in allem ein eher enttäuschendes Heft.

Insgesamt hat der White Dwarf sehr wenig Interessantes zu bieten. Die Zahl der Artikel und Texte ist inzwischen verschwinden gering gegenüber Ankündigungen, Bildern oder Werbung. Einen wirklichen Nutzen kann man wohl nur aus dieser Ausgabe ziehen, wenn man sich für die anstehende Sommerkampagne interessiert.




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