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White Dwarf 135 - März 2007
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 26.03.2007, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 120, Erschienen: 2007, Preis: 5,95 Euro


Der White Dwarf enthüllt diesmal einen der beliebtesten und geheimnisvollsten Orden der Space Marines: die Dark Angels. Entsprechend finden sich die berobten Elitekrieger des Imperiums nicht nur auf dem Cover, sondern auch auf den meisten Seiten des Neuerscheinungen-Kapitels. Nach diesem Abschnitt erhält man einige Seiten Vorschau auf die kommende Sommerkampagne für Warhammer, das nächste Ergänzungsbuch für Herr der Ringe samt einiger Miniaturen sowie die für den nächsten Monat angekündigten Harlequine für die Armeen der Eldar bei Warhammer 40.000. Fünf Seiten Vorschau auf kommende Produkte, die dann wieder mit den gleichen Fotos angepriesen werden, wirkt doch schon wie Seitenschinderei.

Doch nach der Ankündigung von neuen Farben im Sortiment von Games Workshop, der Einladung zur neunten Dungeon Bowl-Saison und einer Seite Werbung klärt das Magazin den interessierten Leser genauer über die Legion der Sühne auf. In dem zwölfseitigen Artikel erfährt der Leser mehr über die Änderungen im Codex gegenüber der letzten Version und den Eigenschaften des Ordens im Vergleich zu anderen Space Marines. Dazu kommen taktische Optionen zu den neuen Regeln und vor allem viele Fotos und Diagramme der neuen Modelle. Besonders platzintensiv sind die Darstellungen des Boxeninhalts, für die jedes einzelne Teil angemalt und aufgelistet wurde. Für die besonderen Charaktermodelle Azrael und Sammael werden auch Profilwerte mitgeliefert, damit man sich einen ungefähren Eindruck von der Stärke der Krieger machen kann. Allerdings sind die Sonderregeln der Modelle nicht weiter erklärt, was den Nutzen der Profile doch erheblich einschränkt. Wie üblich darf sich die neue Armee auch im anschließenden Schlachtbericht beweisen. Die Dark Angels ziehen gegen die Tau in den Kampf und vernichten diese völlig. Der Schlachtbericht ist wiederum etwas besser als sein Vorgänger, lässt sich besser lesen, jeder Zug wird einzeln abgehandelt und der Schlachtverlauf wird durch Diagramme anschaulich dargestellt. Es erscheint allerdings etwas seltsam, dass eine Legende für die Farben der Pfeile abgedruckt wurde, um die Aktionen der Figuren auf den Fotos nachvollziehen zu können. Dies ist zwar an sich sinnvoll, doch wurden die Pfeile nur auf einem einzigen Foto genutzt!

Ansonsten gibt es mit dem Psykana Scriptorium einen Artikel über die Psioniker der Space Marines. Er erreicht vom Umfang und Informationsgehalt nicht annähernd die alten In Nomine Imperatoris-Artikel, bietet aber zumindest grundlegende Informationen sowie die Vorstellung der drei mächtigsten Space Marine-Psioniker und Bemaltipps. Die neue Box mit den Devastoren-Unterstützungstrupps für die Space Marines wird ebenfalls im Detail vorgestellt und es finden sich auch hier die ausführlichen Abbildungen von allen Einzelteilen der Box sowie die Werte der Waffen, die die Devastoren einsetzen können.

Für Warhammer sollte es diesen Monat etwas Besonderes geben, nämlich eine erzählerische Kampagne für die Armee der Zwerge. Leider entpuppt sich der erste Teil dieser Kampagne als uninspirierte Abfolge von zwei Gefechten, die fast völlig gleich ablaufen und bei denen die Zwerge jeweils die Tischmitte gegen eine riesige Überzahl von Goblins halten müssen. Des weiteren finden sich in der Warhammer-Tactica-Reihe diesmal Tipps für die Bewegungsphase. Tatsächlich sind dort viele sinnvolle Hinweise, Spielhilfen, Tipps und sogar einige kleine Gemeinheiten zu finden. Starker Artikel.

Für Herr der Ringe findet sich nur wenig Neues. Es wird weiter auf Armeen des Ergänzungsbuches Der Untergang von Arnor eingegangen, wozu auch zwei Beispielarmeen auf- und ein Szenario vorgestellt werden. Zudem kann man auf vier Seiten bewundern, wie der große, geflügelte Dämon Gulavhar meisterhaft angemalt wird, wobei sich die verwendeten Techniken auch für andere große Kreaturen, wie etwa Drachen, verwenden lassen.

Der Standartenträger klärt in diesen Monat grundsätzlich darüber auf, dass es sich mit Deadlines besser arbeiten lässt, verkleidet diese Erkenntnis aber wieder in zu viel sinnfreies Gelaber. Die Citadel Werkzeugkiste erklärt sehr knapp, wie man Green Stuff einsetzt und gibt Tipps, wie man Reste verwerten kann, zum Beispiel für Sandsackbarrieren. Die Artikelreihe um die "Meister des Malens" wird mit Kirsten Williams fortgesetzt. Wie gewohnt erfährt man etwas über sie und ihre Laufbahn als Figurenpinslerin und sieht einige ihrer hervorragend bemalten und umgebauten Modelle. Dazu kommt noch ein sehr knapper Bericht über den Warhammer-Hobbytag über legendäre Orte, bei dem in der Drakenburg Gebäude gebaut wurden. Weiterhin kann man sich sehr viele Fotos vom Grand Tournament 2007 ansehen, ebenso von dem nun schon länger zurückliegenden Launchtag der aktuellen Warhammer-Einsteigerbox und von einem fantastischen Diorama mit einem gewaltigen Konstrukt des Chaos.

Der White Dwarf scheint seinen Weg aus der Krise hinein in ein irgendwie unbefriedigendes Mittelmaß gefunden zu haben. Bevor man den immer noch sehr hohen Preis für dieses Magazin bezahlt, sollte man sich die Zeitschrift ausgiebig ansehen.




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