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White Dwarf 134 - Februar 2007
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 07.02.2007, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 120, Erschienen: 2007, Preis: 5,95 Euro


Obwohl es sich bereits um die Februar-Ausgabe handelt, so ist 134 doch der erste White Dwarf des Jahres 2007. Auf dem Cover tritt dem Betrachter ein entschlossener menschlicher Krieger entgegen, ein Verteidiger Arnors. Das hat natürlich seinen Grund, denn mit dieser Ausgabe erscheint das Herr der Ringe-Ergänzungsbuch Der Untergang von Arnor.

Nachdem man sich durch die Neuerscheinungen und Werbung durchgeblättert hat, bekommt man eine Zusammenfassung über die Inhalte, Modelle und Regeln des neuen Buches. Arnor ist das Volk Aragorns, langlebige und mächtige Waldläufer. Ihnen stellen sich auf der bösen Seite Trolle, Orks und sogar ein Dämon entgegen. Der Spielbericht, der viele der neuen Einheiten für Herr der Ringe präsentiert, ist einer der besten seit langem. Die Spielzüge werden wieder ausführlich Zug für Zug beschrieben, sind durch Karten nachvollziehbar dargestellt und sinnvoll durch Fotos bebildert. Der Malworkshop widmet sich dann auch der neuen Armee und präsentiert Techniken, wie man eine ganze Armee schnell und doch effektiv bemalen kann. Dies wird am Beispiel einer Armee von Arnor gezeigt, doch gelten die Ratschläge für alle Figuren.

Für Warhammer gibt es einen langen Artikel über die Stadtstaaten und Provinzen des Imperiums und deren offizielle Farben. Dem Artikel gelingt es sehr kompakt eine große Menge an Informationen über die Welt von Warhammer zu vermitteln und gleichzeitig Tipps und Anregungen für das Bemalen von Imperiumssoldaten zu geben. Auf die verschiedenen Ritterorden des Imperiums wird im Heft leider nur kurz eingegangen, ebenso wie bei der Vorstellung von Imperiumsgebäuden. Eine Bauanleitung für diese hübschen Geländestücke wäre wieder wünschenswert gewesen. Dazu gibt es noch einen Schaukasten für Helden des Imperiums, der zwar einige wenige Tipps zur Bemalung gibt, aber generell nicht überzeugen kann.

Warhammer 40.000 erhält einen weiteren Taktik-Artikel, in dem in dieser Ausgabe auf besondere Aufstellungsregeln eingegangen wird und wie man diese effektiv nutzen kann. Die Hinweise sind ausführlich und praxisnah, was den Artikel gerade für Anfänger brauchbar macht. Gerne mehr davon! Ebenfalls sehr detailiert und interessant ist der Workshop zum Zusammenbau, Bemalung und der Modifikation des Leman-Russ-Panzers der Imperialen Armee. Es fehlt zwar ein aktueller Bezug, doch dieses Modell ist ein Klassiker unter den Bausätzen von Games Workshop und sicherlich die Aufmerksamkeit wert. Wer keinen Leman-Russ-Panzer zusammenbauen möchte, der kann zumindest einige der Tipps für andere Fahrzeugmodelle nutzen.

Des Weiteren gibt es den üblichen Standartenträger-Artikel, der über die Philosophie des Spielens philosophiert. In der Reihe "Meister des Malens" wird der Figurenpinsler und -modellierer Mike Anderson samt einiger seiner Arbeiten vorgestellt. Schlußendlich finden sich noch aktuelle Errata zu Warhammer und Warhammer 40.000, die einige Seiten des Magazins belegen und auch online zu finden sind. Als besonderes Extra hat dieser White Dwarf drei ausgelagerte Artikel, die sich auf der Homepage finden oder finden lassen sollten. Ende Januar ist leider nur einer davon zu entdecken, der über die Ritterorden des Imperiums. Der Text ist aber, wie auch der zu den Provinzen, ausführlich und sehr informativ. Des Weiteren sollte es noch einen Artikel zu den Gebäuden des Imperiums geben und Tipps zum Bau des Geländes aus dem Herr der Ringe-Schlachtbericht. Es ist zwar begrüßenswert, dass der White Dwarf weiteres brauchbares Material bereitstellt, doch wäre dieses im Magazin viel besser aufgehoben als im Internet. Dafür könnte man auf einige Seiten Werbung verzichten.

Trotzdem enthält der White Dwarf 134 erfreulich gute Beiträge, wenn auch zu wenige, um den Preis und die aufdringliche Werbung zu rechtfertigen.




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