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White Dwarf 133 - Januar 2007
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 29.12.2006, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 120, Erschienen: 2007, Preis: 5,95 Euro


Das Coverthema für diese Ausgabe ist das neu erschienene Warhammer-Armeebuch für das Imperium. Nachdem man sich durch die ersten Seiten mit Neuerscheinungen und Ankündigungen geblättert hat, erhält man eine kurze Zusammenfassung über den Inhalt des neuen Armeebuchs, sowie einen Überblick über einige der dazugehörigen Miniaturen, die man exakt so etwa zehn Seiten vorher gesehen hat. Dazu kommt erneut die komplette Auflistung aller Einzelteile der neuen Boxen. Nach dem gleichen Verfahren wird später im Heft auch die Vielseitigkeit des Imperiumgenerals aus Plastik demonstriert. Diese Auflistung wäre auf der Rückseite der entsprechenden Box oder als beigefügter Zettel sicherlich sinnvoller als im White Dwarf. Der Beitrag zum Armeebuch wird erfreulicherweise von einer Kurzgeschichte und einer großen Illustration abgeschlossen, die jeweils eine Seite belegen. So etwas war schon lange nicht mehr im White Dwarf zu sehen. Im recht unterhaltsam zu lesenden Schlachtbericht darf das Imperium sich mit seinen neuen Einheiten und Charaktermodellen im Kampf gegen die Vampire unter Manfred von Carstein beweisen und auch siegen.

Warhammer 40.000 erhält einen lesenswerten Taktik-Artikel, der Tipps und Anregungen gibt, wie man seine Truppen schnell und sicher in den Nahkampf bekommen kann. Der allgemeine Artikel wird dabei von Kommentaren anderer Spieler ergänzt, die spezielle Tipps für ihre Armeen geben. "Für eine Handvoll Credits" ist ein leider nur einseitiger Nachbericht einer kleinen Necromunda-Kampagne der Mitarbeiter vom Mail Order-Service. Mit wenig Text und einigen kleinen Bildern kann dieser Bericht jedoch sehr viel Lust auf das Spiel machen, denn die Szenarien, deren Verlauf und die verwendeten Umbauten machen, trotz des geringen Umfangs im Magazin, einen sehr guten Eindruck.

Herr der Ringe erhält einen Artikel über Armeen aus Elben und darüber, wie man diese einsetzt. Dazu kommt noch ein interessantes Szenario, bei dem die Elben einen verzauberten Hain gegen das Böse verteidigen müssen.

Der Standartenträger ergeht sich in nostalgischem Erinnerungen an seine Jugend, die leider wie gewohnt keinerlei Hilfe für die Leser sind. Aber nun zum eigentlichen Schwerpunkt der Ausgabe, dem Bemalen von Figuren. Für Neulinge interessant ist sicherlich der Workshop, der die Grundlagen des Bemalens anschaulich präsentiert und erklärt. Wie das Ganze bei Profis dann aussehen kann, zeigt die neue Artikelreihe "Meister des Malens". Hier werden Figurenpinsler des 'eavy Metal-Teams und ihre Werke vorgestellt. Wer sich für den Berufsweg eines Figurenbemalers interessiert, der wird hier wohl fündig. Alle anderen können zu dem sechseitigen Meisterklasse-Malworkshop weiterblättern und in vielen kleinen Schritten nachverfolgen, wie der berittene Technicus des Imperiums perfekt bemalt werden kann. Darauf folgt dann noch ein 'eavy Metal-Schaukasten, der Modelle der Eldar zeigt, aber keine Tipps zu deren Bemalung gibt. Und wer immer noch nicht genug Bemalartikel hat, der erhält mit dem letzten Teil der deutschen Artikelreihe noch einen würdigen Abschluss des White Dwarfs. In diesem Workshop für Profis wird über die freihändige Gestaltung von Illustrationen auf Figuren informiert, sowie über die Gestaltung der Bases nach Jahreszeiten und dem kompletten Umbau eines Modells von der Idee bis zur Gestaltung der Base zur Unterstützung der Figur. Ein grandioser Artikel, der vermutlich ähnlich viel Text enthält, wie der ganze Rest des White Dwarfs zusammen.

Leider sind auch hier wieder alle Artikel quer durch das Heft verteilt und nicht nach Spielsystem geordnet. Neben dem starken Fokus auf die Bemalungsartikel fällt einem auch die schiere Menge an Reklame in diesem White Dwarf auf: In dieser Ausgabe sind Werbeflyer für das PC-Spiel "Mark of Chaos" und Werbung für die Mail Order von Games Workshop. Dazu kommt Werbung für die eigenen Systeme, so zum Beispiel drei Doppelseiten für die drei primären Spielsysteme. Es ist das Hobbymagazin für diese Systeme, wieso müssen die noch beworben werden?
Dieser White Dwarf enthält weniger nützliches Material und eine große Menge Werbung. Diejenigen, welche sich besonders für das Bemalen von Miniaturen interessieren, sollten einen Blick riskieren, der Rest kann diese Ausgabe ignorieren.




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