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White Dwarf 131 - November 2006
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 16.11.2006, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 5,95 Euro


Diesen Monat schicken sich die mysteriösen Eldar an, ihr äonenaltes Reich durch einen neuen Codex vor allen Aggressoren zu schützen. Nachdem man sich durch die großflächig bebilderten Seiten mit den Neuerscheinungen geblättert hat, kann man sich einen guten Eindruck von den "neuen" Eldar machen. Ganze sieben Jahre hat es gedauert, bis die Sternenelfen wieder einen neuen Codex in der düsteren Welt von Warhammer 40.000 erhalten haben, doch an der grundlegenden Armeestruktur hat sich nichts geändert. Noch immer stellen die Aspektkrieger wie Banshees, Asuryans Jäger oder Schwarze Khaindar hochspezialisierte Elitetruppen, die von Gardisten unterstützt werden. Einige Modelle wurden dezent überarbeitet, so dass die ganze Modellreihe nun stimmiger und noch hübscher wirkt als zuvor. Um die ebenfalls im Artikel enthaltenen Kurztaktiken zu demonstrieren gibt es natürlich auch einen Schlachtbericht, welcher die Eldar gegen Space Marines vom Orden der Black Templars führt. Dabei ist der Bericht vom Format her zwar wieder übersichtlicher und strukturierter als seine unrühmlichen Vorgänger, doch wirkt Aufstellung und Spielverlauf doch sehr zu Gunsten der neuen Eldar manipuliert. Das Hintergrundwissen über die Aspektkrieger der Eldar wird in einem Index Xenos-Artikel vertieft, der zwar nicht die Klasse der alten Ausgaben erreicht, aber dennoch recht informativ ist. Was die detaillierte Auflistung des Inhaltes der Asuryans Jäger-Box allerdings in einem Hintergrundartikel verloren hat, bleibt fraglich. Auch kommen die einzelnen Aspekte der Eldarkrieger nur sehr kurz, hier hat man wieder mehr Wert auf das erneute Abdrucken der Miniaturen gelegt. Schade eigentlich.

"Der Marsch der Nachtgoblins" entstammt noch den Nachwehen des Armeebuchs des letzten Monats und ist eine wilde Mischung aus Miniaturenschaukasten, Inhalt der Goblin-Regimentsbox, Taktiktipps und Hintergrundmaterial, was insgesamt aber aufgrund der wüsten Mischung leider nicht überzeugen kann. Eine neue Reihe von "Warhammer Tactica"-Artikeln startet in diesem White Dwarf mit Tipps zur Armeeauswahl. Gerade für Einsteiger sind die Tipps sehr nützlich und auch die Unterscheidung des Autors in vernichtungsstarke Turnierarmeen und atmosphärische Themenarmeen ist sinnvoll. Auch die Reihe von "Fragwürdigen Schaukästen" wird fortgesetzt, indem man diesen Monat einige Dunkelelfenmodelle zeigt und deren Bemaldetails hervorhebt, allerdings ohne Tipps zu deren Umsetzung zu geben.

Herr der Ringe erhält einen unspektakulären Schlachtbericht, in dem beide Spieler versuchen den General des Gegners im Nahkampf auszuschalten. So etwas wie ein allgemeiner Taktikartikel zum effektiven Einsatz von Kavallerie und deren Einteilung in leichte Aufklärer und schwere Schocktruppen bildet dann schon den Abschluss von Herr der Ringe-Artikeln für diese Ausgabe.

"Der Standartenträger"-Artikel bleibt leider auf gewohnt niedrigem Niveau, da in dieser Ausgabe wieder nur auf viele weitere Kaufmöglichkeiten für Games Workshop-Produkte hingewiesen wird. Die Citadel Werkzeugkiste ist effektiv eine Werbeseite, in der überteuerter Klebstoff von Games Workshop angepriesen wird. Das Grand Tournament 2006 wird mit einer Zusammenfassung der Finalrunden und kurzen Interviews mit den Finalisten von Warhammer und Warhammer 40.000 abgeschlossen. Der "Meisterklasse Malworkshop" wird seinem Namen diesen Monat wirklich gerecht und informiert auf ganzen acht Seiten über Farbverläufe beim Miniaturenbepinseln. Der Artikel ist nichts für Anfänger und richtet sich klar an Experten, was auch durch die äußerst professionelle Schreibweise klar wird, die im Gegensatz zum lockeren und bisweilen auch kindlich-simplen Sprachstil des restlichen White Dwarfs steht. Nebenbei bemerkt ist es eine nette Idee, einige der Bemaltechniken anhand der Plastikminiaturen zu zeigen, die der Zeitschrift vor kurzem beilagen.

Außerdem fällt auf, dass die Artikel zu den einzelnen Spielsystemen wieder über das ganze Heft verteilt sind, was die Navigation innerhalb des Magazins unnötig erschwert. Auffallend ist ebenso, dass das Vorwort der deutschen Redaktion innerhalb des Magazins weggefallen ist. Immerhin wurden dadurch zwei Seiten mehr gewonnen, die man mit Inhalten (oder Werbung) füllen kann.
Insgesamt ein eher überdurchschnittlicher White Dwarf der letzten Zeit.




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