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White Dwarf 129 - September 2006
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 02.09.2006, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 5,95 Euro


Mit dem White Dwarf 129 erscheint auch die neue Edition von Warhammer. Um sie zu promoten, liefert Games Workshop mit dieser Ausgabe gleich zwei Kunststoffminiaturen aus der Grundbox mit: einen Speerträger der Goblins und einen Krieger der Zwerge. Die Figuren sind einteilig und müssen nur noch auf das Base gesteckt werden, was auch ohne Modellbauerfahrung jedem gelingen sollte.
Nachdem man sich durch die 20 Seiten Neuerscheinungen geblättert hat, bekommt man einige Informationen über die Änderungen der neusten Edition. Erfreulicherweise erklärt der für die neue Edition verantwortliche Alessio Cavatore, wieso man einige Punkte geändert hat und was man sich davon verspricht. Etwas nostalgisch wird dann der Rückblick von Urgestein Rick Priestley, der an die Anfangstage von Warhammer zurückdenkt und Einblicke in diese Zeit gibt. Dazu gibt es noch einige große Bilder, um die Kunst bei Warhammer zu illustrieren und einen Schlachtbericht mit den neuen Regeln. Er befasst sich mit dem Szenario aus der Grundbox, das aber mit einer viel größeren Armee gespielt wird, als in der Box verfügbar wäre. Der Schlachtbericht enthält viel mehr Informationen und Text als die eher mässigen Berichte der letzten Ausgaben. Um die neuen Regeln im Spiel zu verdeutlichen, gibt es immer mal wieder Textkästen mit Hinweisen zu Regeländerungen und neuen Sonderregeln. Des weiteren finden sich noch Bemaltipps für die beiliegenden Miniaturen und ein zusätzliches Szenario für die beiden Armeen der Grundbox. Neueinsteiger finden zudem noch einen kleinen Artikel darüber, was so alles zum Hobby um Warhammer gehört.

Für Warhammer 40.000 gibt es einen sechsseitgen 'Eavy Metal-Schaukasten der Inquisitionsmodelle, über dessen Nutzen man sicherlich streiten kann. Nützlicher und interessanter sind da schon das enthaltene Szenario und der Artikel über die Orkgebäude. In der Mission geht es um die Bergung eines wertvollen Gegenstandes der Tau durch eine Space Marine-Streitmacht. Die Mission soll vordergründig die beiden Mega-Streitmächte der Tau und Space Marines präsentieren, doch in dieser Form ist das ohne weiteres zu akzeptieren, erhält man doch spielbares Material, mit dem man etwas anfangen kann. Die Orkgebäude sind sehr stimmungsvoll geworden, jedoch wären mehr Tipps zum eigentlichen Bauen und mehrere Arbeitsschritte hilfreich gewesen, anstatt nur das Resultat zu präsentieren.

Für Herr der Ringe gibt es diesen Monat nicht viel. Ein Bericht über die Schlacht von Helms Klamm mit einigen Sonderregeln, die Aragorn erneut die Chance gibt, sich als Held zu beweisen. Hinzu kommt noch ein Artikel über die beiden bisher erschienenen Varianten des Balrog, der eine Mischung aus Bemaltipps, Anleitung zum Zusammenbau und Spieltipps darstellt.

Ansonsten findet sich in diesem White Dwarf noch die übliche Standartenträger-Kolumne. Diesen Monat wird dort erklärt, dass man Regelstreitigkeiten löst, indem man im Buch nachschlägt. Wieder ein ziemlich wertfreier Artikel. Des Weiteren finden sich noch die Kommentare der Teilnehmer vom dritten Warhammer Heat für das Grand Tournament 2006 und die Vorstellung des Hobbyclubs der "Aachener Warhammerfans ACWF".

Das Highlight dieser Ausgabe ist aber der Bemalartikel des Teams Deutschland, welches sich aus vielen Golden Demon-Gewinnern zusammensetzt. Hier werden einige Techniken zur hochklassigen Bemalung von Miniaturen vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt in dieser Ausgabe auf der Auswahl der richtigen Pinsel, dem Mischen und Verdünnen der Farben, sowie dem Abgrenzen bzw. den korrekten Übergängen von Farbverläufen. Wirklich sehr gut erklärte und bebilderte Tipps von Profis!

Der White Dwarf 129 ist die beste Ausgabe seit einiger Zeit. Dazu tragen die verbesserten Schlachtberichte, die Gratis-Miniaturen und der hervorragende Bemalartikel am Ende ganz besonders bei. Es bleibt zu hoffen, dass das Magazin diesen Qualitätsstand in Zukunft zumindest halten kann.




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