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Diabolo
Von Michael Bauland

Rezension erschienen: 22.08.2006, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Michael Schacht, Verlag: AMIGO Spiel + Freizeit GmbH, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: k.a.


Diabolo nennt sich das neue Kartenspiel von Amigo bei dem es, wie der Name bereits andeutet, um Himmel und Hölle geht. Die Spieler haben Zahlenkarten in fünf Farben auf der Hand und müssen diese auf dem Tisch entweder als Himmel- oder Höllekarten auslegen. Am Ende werden alle Handkarten gewertet und bringen Plus- oder Minuspunkte in Abhängigkeit von der Tischauslage.

Die Verpackung zeigt auf dem Cover einen Dreizack, der aus loderndem Feuer herausragt, und ist in orange-roten Farbtönen gehalten. Die Größe der Schachtel ist genau passend für zwei Kartenstapel nebeneinander. Neben der Anleitung und den Spielkarten befindet sich noch ein Block zum Aufschreiben der Ergebnisse in der Schachtel. Dieser ist zwar praktisch, wäre aber nicht nötig gewesen, da er auf jedem Blatt einfach nur fünf Spalten aufweist.

Auf einem zweiseitig bedruckten Faltblatt werden sehr übersichtlich die kurzen Regeln des Spiels erläutert. Neben graphischen Beispielen werden auch alle Regelfälle ausführlich mit textuellen Beispielen verdeutlicht.

Zum Spielaufbau werden die fünf Himmel-und-Hölle-Karten (eine pro Farbe) untereinander auf dem Tisch ausgelegt. Dabei entsprechen die rechten Kartenseiten den Himmelseiten und links befindet sich die Hölle. Die Zahlenkarten (von eins bis fünf in den fünf Farben) werden gemischt und an jeden Spieler werden sechs Karten ausgeteilt. Die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel. Der Spieler, der an der Reihe ist, muss eine verdeckte Karte ziehen und danach eine Karte ausspielen. Die ausgespielte Karte muss ihrer Farbe entsprechend an eine der Himmel-und-Hölle-Karten angelegt werden. Dies geschieht entweder auf der rechten (Himmel) oder linken (Hölle) Seite. Auf jeder Seite einer Himmel-und-Hölle-Karte dürfen aber maximal drei Karten liegen und insgesamt nur fünf. Sobald an zwei Himmel-und-Hölle-Karten fünf Karten liegen, endet die Runde sofort. Nun werden alle fünf Farben nacheinander gewertet. Je nachdem auf welcher Seite mehr Punkte liegen, gibt es Plus- oder Minuspunkte für die Spieler (bei Gleichstand gibt es keine Punkte). Der Spieler mit den meisten Punkten dieser Farbe auf seiner Hand erhält die Punkte seiner Handkarten (negativ bzw. Positiv). Die anderen Spieler bekommen keine Punkte. Alle Punkte werden notiert und eine weitere Runde begonnen. Nach so vielen Runden wie Spieler teilnehmen, endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Das Spielprinzip ist eine interessante Mischung aus Mehrheiten- und Sammelspiel. Zum einen versucht man hohe Zahlkarten auf der Hand zu halten, damit man hierfür bei der Wertung Pluspunkte bekommt. Zum anderen muss man aber auch darauf achten, dass bei der Farbe, die man auf der Hand sammelt, die Himmelpunkte auf der Auslage überwiegen, damit sie positiv und nicht negativ gewertet wird. Da jeweils nur der Spieler mit den meisten Punkten einer Farbe Punkte erhält, ist es auch wichtig, dass man nicht von allen Karten ein paar Punkte besitzt, sondern sich auf eine oder zwei Farben spezialisiert. Diabolo funktioniert in allen Besetzungen gut, wobei bei fünf Spielern das Glück einen etwas stärkeren Einfluss hat als in der Minimalbesetzung mit nur drei Spielern. Die Spieldauer liegt mit 20 bis 30 Minuten relativ niedrig, so dass man Diabolo sehr gut als schnelles Spiel für Zwischendurch nutzen kann.

Fazit:
Diabolo ist ein lockeres Kartenspiel für Zwischendurch. Die leichten Regeln bieten sich gerade für Gelegenheitspieler an. Aber auch Vielspieler werden dank des interessanten Spielprinzips Freude an dem Spiel finden können.




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