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Dork Tower Comicstrip-Sammelband II: Lauf, Dork, lauf!
Von Lars-Hendrik Schilling

Rezension erschienen: 05.08.2006, Serie: Belletristik, Autor(en): John Kovalic, Verlag: Feder und Schwert, Seiten: 158, Erschienen: 2006, Preis: 15,35 Euro

Mit Lauf, Dork, lauf! erscheint bei Feder und Schwert ein weiterer Teil der berühmten Dork Tower-Reihe. Dabei handelt es sich um einen Comicstrip-Sammelband, es gibt also keinen zusammenhängenden Handlungsbogen. Dadurch wird die Geschichte um die Dorks leider nicht weitererzählt und man erfährt auch nicht, was aus Matt und Gilly wird. Es hat aber andererseits den Vorteil, dass die Themenwahl freier ist und die Scherze vielfältiger sind. Was einem besser gefällt, muss jeder selbst entscheiden. Mich hat es jedenfalls nicht gestört.

Die Comics sind im typischen Kovalic-Stil gezeichnet. Der hat seinen eigenen Charme. Es ist zwar nicht gerade hohe Kunst, doch es reicht völlig aus, um den Inhalt zu transportieren.
Der besteht nämlich wie immer fast nur aus Wortwitzen. Die Zeichnungen untermalen die Komik nur und die Witze sind wirklich sehr gut. Ich kann davon ausgehen, dass sich jeder Besucher dieser Seite beim Lesen mindestens einmal selbst wieder erkennen wird, da jede Szene wundervoll parodiert wird. Seien es nun Rollenspieler, Serienfans, Computernerds oder Dorks im Allgemeinen.
Die Übersetzung der Dialoge ist ziemlich gut gelungen. Nur manchmal klingt das Deutsch ein wenig seltsam, wenn der Satz so formuliert werden musste um noch in die Sprechblase zu passt. Das ist aber leicht zu verkraften.

Gibt es irgendwas Negatives zu sagen? Kaum - eigentlich nur eines. Die Illustration des Einbandes finde ich wirklich gruselig. Nur wer Irland- oder Indien-Fan ist, wird sich freuen, seine Flaggenfarben wieder zu erkennen. Für den ganzen Rest ist das Cover wohl eher ideenlos. (Es wäre aber auch möglich, dass ich den Witz nur nicht verstanden habe. Ich fühle mich jedes Mal altmodisch, wenn jemand das Cover des letzten Bandes the Dork side of the Goon nicht als Anspielung auf das Albumcover the dark side of the moon von Pink Floyd versteht.)


Fazit:
Für jeden selbstironischen Dork ein Muss. Viele der Comics sind selbst für Uneingeweihte extrem komisch und bei dem Preis kann man eh nicht meckern. Also: Nicht vom Einband abschrecken lassen sondern kaufen!




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