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Gabriel Burns - #20 Staub der Toten
Von Stefan Moriße

Rezension erschienen: 26.07.2006, Serie: Auditorium, Autor(en): Volker Sassenberg, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: Juli 2006, Preis: 6,99 Euro


Mit Folge 20 liegt bereits eine kleine Jubiläumsausgabe der Hörspielreihe Gabriel Burns vor. Viele dunkle Geheimnisse konnten Steven und sein Team bereits lüften, doch noch gibt es unzählige ungeklärte Phänomene. Staub der Toten erweitert das Spektrum um einen neuen Fall, der, ganz im Sinne der runde Summe von 20 bisherigen Teilen, einen erzählerischen Höhepunkt auffährt.

Drei Tote sind es, die die Aufmerksamkeit von Bakerman auf sich ziehen. Drei Tote, die innerhalb einer Woche unter mysteriösen Umständen verstorben sind. Alle weisen Brandverletzungen auf, die die Körper scheinbar von innen heraus verzehrt haben. Bei der Obduktion einer dieser Leichen stößt Bakerman auf einen Chip, der in das Gehirn eingepflanzt wurde und die Nervenstränge künstlich weiterarbeiten lässt. Der Chip ist genau dort implantiert worden, wo die Körpertemperatur reguliert wird. Spuren von Wolfram, die das Gehirn versiegelt haben, lassen schließlich keine Zweifel mehr, dass es sich um ein neues, grausames Experiment handelt, in dem unschuldige Menschen für Zwecke missbraucht worden sind, die es für Bakerman und sein Team aufzuklären gilt.

Die drei Leichen führen zu einem gewissen Nicolas, dessen Name sich in allen drei Adresskalendern der Toten finden ließ. Der Mann ist schnell gefunden, doch wirkt er weniger wie ein Täter sondern vielmehr wie ein weiteres Opfer in einer Kette ungeklärter Ereignisse. Seine Befragung führt schnell zu dem Ergebnis, dass Nicolas, ebenso wie die drei Toten, einer siebenköpfigen Gruppe angehört, deren Mitglieder unter Neurosen und Phobien leiden. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die noch lebenden Kranken die selben Brandverletzungen aufweisen und selbst in Flammen aufgehen. Eilig trommelt Bakerman seine Mannschaft um Burns, Newman und Kramer zusammen, um ein noch größeres Unglück zu verhindern.

Während Bakerman und Kramer zwei der Personen in Vancouver aufsuchen, fahren Burns und Newman zu einem einsam gelegenen Anwesen, in dem die letzte der Sieben leben soll. Doch sie kommen zu spät, denn die arme Frau geht vor ihren Augen in Feuer auf, und fügt durch ihren Tod auch Newman schwere Verletzungen zu. Während die anderen die Spuren zu einem Wachsfigurenkabinett auf der Insel Viktoria verfolgen, wo das Experiment seinen Anfang nahm, bekommt Newman im Krankenhaus Besuch von einem alten Bekannten – jemandem, in dessen Lebensschuld er steht. Doch kann er diese Schuld abtragen, in dem sich gegen Bakerman und damit auf die Seite seiner Feinde stellt?

Obwohl die Folge genug Stoff für zwei CDs geboten hätte, muss lobend hervorgehoben werden, dass durch die schnelle Erzählstruktur der zeitlich begrenzte Platz perfekt ausgenutzt wurde, um einerseits dem Hörer genug Informationen zu geben, um die Handlung nachzuvollziehen, anderseits ihn aber auch ständig zum aktiven Mithören zu zwingen. Der Fehler, eine mittellange Geschichte auf zwei CDs zu dehnen, wurde hier im Gegensatz zu einigen früheren Folgen nicht gemacht.

Fazit
Staub der Toten fesselt von Anfang bis Ende mit einer dermaßen dichten Handlung, dass die Folge an Spannung kaum mehr zu toppen ist. Die vielen Erzählstränge fügen sich alle nahtlos ineinander und schaffen es, binnen sechzig Minuten eine komplexe aber dennoch verständliche Handlung zu erzählen. Die Geräuschkulisse untermalt das Hörspiel mit grandiosen Effekten – besonders die anfängliche Obduktionsszene erscheint makaber aber äußerst gelungen – und runden Teil 20 würdig ab. Wenn Staub der Toten weitere Teile ähnlicher Machart folgen, hat Gabriel Burns seinen ohnehin schon hohen Hörgenuß ein weiteres Mal nach oben geschraubt.




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