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Gabriel Burns - #19 Die welke Saat des Lotus
Von Stefan Moriße

Rezension erschienen: 25.07.2006, Serie: Auditorium, Autor(en): Volker Sassenberg, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: Juli 2006, Preis: 6,99 Euro


Das Grauen hat in Vancouver längst Einzug gehalten, seit Steven Burns und sein Team den Mysterien um die zehn fahlen Orte nachgehen. Fünf haben sie schon zuordnen können, die anderen liegen noch im Zwielicht verborgen. Eigenartigerweise scheint es Parallelen zwischen der Struktur der fahlen Orte und dem Kanalisationssystem in Vancouver zu geben, genau jenem Ort, an dem plötzlich grausam verstümmelten Leichen gefunden werden. Viel erschreckender als die Frage, wer die Opfer so zugerichtet hat, mutet jedoch die Tatsache an, dass deren Augen ein phosphoreszierendes Glühen von sich geben. Ein Glühen, mit dem Burns bereits bei Experimenten in Versuchslabors auf der anderen Seite der Welt in Kontakt kam – dort, wo sich das Glühen als Veränderung der menschlichen DNA herausstellte.

Nähere Untersuchungen ergeben, dass sich unter den Toten eine jungen Chinesin namens Kim Noon befindet. Eine unbedeutende, lang zurückliegende Liebschaft von Steven Burns, der trotz des Zeitabstands persönlich von ihrem Tod mitgenommen ist. Trotz oder gerade wegen seiner Trauer macht er sich auf, Kims Schwester Shelley aufzusuchen, von der er sich genauere Informationen erhofft, um den Mord aufklären zu können. Zeitgleich forschen Larry Newman und Joyce Kramer in eine andere Richtung nach und finden heraus, dass Kim vor einigen Jahren als einzige Zeugin gegen einen gewissen Jefferson Carter ausgesagt hatte; einem Bordell-Besitzer, dessen Frauen spurlos verschwanden. Gibt es eine Verbindung zwischen der Anklage und dem Mord?

Während sich Kramer und Newman an die Fersen von Carter heften und in einem seiner Anwesen eine bedeutsame Entdeckung machen, erfährt auch Burns genug, um die nötigen Schlüsse zu ziehen. Beide Spuren führen unabhängig voneinander in die Opiumhöhlen von Chinatown, hinter deren Mauern des Schweigens ein schreckliches Geheimnis lauert.

Fazit
Die welke Saat des Lotus präsentiert sich als weitere, qualitativ hochwertige Hörspielfolge aus der Horror-Reihe Gabriel Burns. Folge 19 erzählt in zwei straffen, am Ende zusammenlaufenden Handlungssträngen eine spannende Geschichte und fügt ein weiteres Element in das Verschwörungskonstrukt um die zehn fahlen Orte hinzu. Die Story ist zwar in sich abgeschlossen, weist jedoch so viele Verbindungen zu älteren Folgen auf, dass sie ohne deren Kenntnis kaum mehr zu verstehen ist. Dies ist keineswegs negativ gemeint, sondern zeigt vielmehr, wie komplex die Welt von Gabriel Burns mit den ersten 20 Teilen bereits geworden ist. Lässt man sich auf die vielen Verweise ein, fügt sich "Die welke Saat des Lotus" nahtlos in das Burns-Universum ein und kann durchaus überzeugen. Sie gehört nicht zu den Highlights der Serie, reiht sich aber ins gute Mittelfeld ein – was bei Gabriel Burns schon einen überdurchschnittlich hohen Hörgenuss verspricht.
Wer die Serie kennt und mit den anderen Folgen vertraut ist, kann bedenkenlos zugreifen. Allen anderen sei auf die ersten Folgen verwiesen, um sich von einer der spannendesten und wohlig-grusligsten Hörspiele faszinieren zu lassen.




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