Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Belletristik » Krimi » Schwarze Themse

Schwarze Themse
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 02.09.2006, Serie: Belletristik, Autor(en): Anne Perry, Verlag: Goldmann Verlag, Seiten: 410, Erschienen: 2006, Preis: 8,95 Euro


"Schwarze Themse" ist ein historischer Kriminalroman, der aber auf fiktiven Ideen basiert.

Im London des 19. Jahrhunderts erhält der Privatdetektiv William Monk einen Auftrag des Reeders Clement Louvain. Diesem ist eine ganze Schiffladung afrikanisches Elfenbein gestohlen worden und er möchte die Ware gerne schnell und unbürokratisch wiederbekommen. Dass der Wachhabende an Bord zudem erschlagen wurde, scheint Lovain kaum zu interessieren. Monk nimmt den Auftrag mehr aus Geldknappheit an, denn im Umkreis der Flussschiffer und Seefahrer hat er keine nennenswerten Kontakte.

Kurz darauf wird im Armenhospital, das von Monks Frau Hester geleitet wird, die junge Ruth ermordet. Als sich dann im Zuge der Recherchen heraustellt, dass sowohl der Wachhabende als auch Ruth an der Pest erkrankt waren, bekommt der Fall weitere Brisanz. Monk nimmt die Hilfe der Polizei in Anspruch und kommt dem wahren Verbechen auf die Spur.

Soweit bietet "Schwarze Themse" nette Unterhaltung im Gewand eines Krimis. Die Übersetzung aus dem Englischen/Amerikanischen oder aber tatsächlich das Original sind aber sprachlich kaum angemessen. Manche Wendungen erscheinen geschraubt oder liegen knapp neben der korrekten Version. Passend zur Stimmung eines Romans Mitte des 19. Jahrhunderts ist der Schreibstil ebenfalls nicht.

Fazit: Insgesamt merkt man dem Roman seine Ausrichtung auf die Lesermasse an. Trivialität im Ausdruck und oft auch eigentlich unnötige Erklärungen sind der Ballast, mit dem die an sich schwungvolle Geschichte zu kämpfen hat.




LORP.de Copyright © 1999 - 2017 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.