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Ramba Samba
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 26.07.2006, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Rita Franz, Verlag: Zoch Verlags GmbH, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 34,95 Euro


Ramba Samba - der spannende Wühl- und Fühlspaß für die ganze Familie - ist ein farbenfrohes Tast-Spiel für zwei bis vier Personen ab vier Jahren.

Die große Schachtel ist sehr bunt und lustig gestaltet. Die riesige fröhlich tanzende Raupe in ihren bunten Kleidern spricht jeden sofort an.
Im Inneren befinden sich 26 große Holzteile in unterschiedlichen Formen, 21 Kleiderbügel - ebenfalls aus Holz - und ein großer flacher Sack aus Stoff. Ebenso enthalten ist ein schön gestalteter Spielplan, auf dem die Raupe in voller Größe abgebildet ist. Sie ist in einzelne farbliche Stücke unterteilt, deren Formen den Holzteilen entsprechen.
Die Holzteile gibt es in vier unterschiedlichen Farben. Die grünen stellen "Nieten" dar und passen nicht mit anderen Teilen zusammen. Die restlichen bilden das "Kostüm" der Raupe. Wie ein Puzzle können sie hintereinander zusammengesteckt werden und ergeben am Ende ein genaues Abbild der Raupe auf dem Spielplan. Man sieht also, welches Teil als nächstes kommt und wie es an das vorhergehende passt. Alle Holzteile sind von bester Qualität und sehr kindgerecht. Der große Sack ist komplett in rot und trägt das Gesicht der Raupe. Er ist kreisrund, flach und hat vier Öffnungen für jeweils eine Hand.
Die Spielregeln verteilen sich auf vier DIN A4-Seiten, wobei auf der letzten Seite noch mal übersichtlich und mit hilfreichen Zeichnungen versehen die Regeln zusammengefasst sind. Außerdem werden Varianten für jüngere Kinder und für Profis erklärt.
Die schöne Box nimmt leider viel Platz im Schrank weg und ist etwas überdimensioniert. Das - zwar recht umfangreiche - Material hätte auch in eine kleinere Schachtel gepasst.

Zu Spielbeginn kommt der mit allen Holzteilen gefüllte Sack in die Tischmitte, daneben der Spielplan mit den Kleiderbügeln. Ein Spieler ruft "Ramba Samba" und alle greifen gleichzeitig mit einer Hand in eine Öffnung des Beutels und versuchen das Schwanzteil der Raupe zu finden. Dabei kann sich jeder an der Raupe auf dem Spielplan orientieren, auf dem die Teile ja abgebildet sind. Glaubt man erfolgreich zu sein, wird laut "Stop" gerufen und das ertastete Teil allen gezeigt. Ist es tatsächlich das richtige, wird es an die entsprechende Stelle auf dem Spielplan gelegt und der Finder bekommt einen Kleiderbügel zur Belohnung.
War es jedoch das falsche Teil, muss der Spieler dieses vor sich ablegen und nur die anderen dürfen weitersuchen. Haben alle bis auf einen falsch ertastet, dürfen auch die anderen wieder zugreifen. Wurde das richtige Holzteil gefunden, kommen die draußen liegenden wieder in den Sack, dieser wird um 90 Grad gedreht und es geht weiter mit dem nächsten, direkt an das Schwanzende passende Teil und so weiter.
Das Spiel endet, wenn die Raupe komplett zusammengesetzt ist. Sieger ist der Spieler mit den meisten Kleiderbügeln.

In den Varianten für die jüngeren Kinder werden die Holzteile offen auf den Sack gelegt oder die Hälfte der Raupe wird auf dem Spielplan vorgepuzzelt. Die Profis können mal anderes herum - beim Kopf - beginnen oder ganz ohne Spielplan spielen. Beim Teamspiel wird die Raupe von beiden Richtungen aus aufgebaut.

Man sollte darauf achten, das die Mitspieler ungefähr gleich alt sind. Es hat sich gezeigt, dass ältere Spieler gegenüber jüngeren schneller fündig werden und somit schnell Frust aufkommen kann.

Mit den großen Holzteilen könnten unter Aufsicht übrigens auch schon Kinder unter vier Jahren spielen und somit Formen und erstes Puzzeln lernen.

Fazit:
Ein wirklich ansprechendes Kinderspiel mit hervorragendem Material, bei dem auch Erwachsene mitspielen können. Mit den schönen exotischen Formen kann man wunderbar experimentieren und puzzeln, was besonders für die Jüngeren förderlich ist. Jedoch lässt die anfängliche Begeisterung (auch bei Kindern) schnell nach, da das Spiel - trotz mehrerer Varianten - wenig Abwechslung bietet. Bei dem entsprechenden Anschaffungspreis sollte vorher eine Probepartie gespielt werden.




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