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Finale für die Guardians
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 25.08.2006, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Rainer Nagel, Verlag: Verlag für F&SF Spiele, Seiten: 80, Erschienen: 2006, Preis: 12,95 Euro


Perry Rhodan-Fans können sich derzeit richtig freuen. Zum 45. Geburtstag der Science Fiction-Ikone gibt es allerlei in den Läden zu bestaunen.

Auch Rollenspieler kommen dabei auf ihre Kosten, seit F&SF-Spiele das an den Klassiker Midgard angelehnte Perry Rhodan-Rollenspiel herausgebracht haben.

Der vorliegende Abenteuerband "Finale für die Guardians" ist der Abschluss der vierteiligen Sternenwächter-Kampagne. Laut Quellenangabe basieren einige Teile des Abenteuers auf Perry Rhodan-Heften, die Kerngeschichte aber anscheinend nicht. Das müsste jeden Fan neugierig machen.

Wer Midgard kennt, dem wird sicher auch das saubere und übersichtliche Layout mit seinen typischen Elementen (z.B. Seitenkopf) heimisch anmuten. Mit seinen stilistisch einheitlichen Illustrationen und Risszeichnungen wirkt es aber etwas stimmiger als einige Midgard-Produkte.

Auch die Struktur des Moduls verdient Lob. Die Einleitung setzt klare Rahmenbedingungen für das Spiel, fasst den Inhalt der drei vorangegangenen Teile der Kampagne zusammen, gibt wichtige Infos und vermittelt einen Überblick über lose Enden. Von letzteren haben sich einige ergeben, die alle aufgelöst werden sollen. Nicht fehlen darf auch die Übersicht über das Abenteuer, denn obwohl die Geschichte an sich einfach scheint, zeigt die tatsächliche Umsetzung doch weit mehr Feinheiten.

Im Showdown geht es gegen das Zentrum der Operationen der Guardians. Für Action und einige harte zu knackende Nüsse ist also gesorgt. Viel mehr zu verraten würde Kennern der Heftserie vielleicht schon zu viele Tipps geben.

Zwei Mängel gibt es aber dennoch zu beklagen: Für jemanden, der nicht schon vorher die Perry Rhodan-Welten aufgesaugt hat, sind die vielen "Fachbegriffe" schnell verwirrend. Hier hätte ein simples Glossar zum Herausnehmen sehr geholfen.

Zum Zweiten ist der Besitz mindestens des zweiten Abenteuers der Kampagne, "Die Fährte der Eloxima" ebenfalls nötig, weil dort das von den SC benutzte Raumschiff näher beschrieben wird. Diese Informationen sind für die Fortlauf des Moduls entscheidend.

Genau betrachtet ist dem Verlag aber dafür kaum ein Vorwurf zu machen. Die Kampagne ist ein wahres Epos mit zahlreichen Schauplätzen, die in Hefte gepresst werden müssen. Und immerhin hat das Softcover-Abenteuer "Finale für die Guardians" alleine schon rund 80 Seiten. Irgendwann sind die technischen und logischen Grenzen erreicht.

Fazit: Trotz kleiner technischer Mängel hat mir "Finale für die Guardians" gut gefallen. Es bietet ein spannendes Abenteuer für das Perry Rhodan-System und zeigt den überlegenen Umgang mit der Vielzahl an Informationen aus den Romanvorlagen.




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