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Los Mampfos
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 01.07.2006, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Maja und Rüdiger Dorn, Verlag: Zoch Verlags GmbH, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 29,95 Euro


"Los Mampfos" von Maja und Rüdiger Dorn kommt wie anscheinend alle Spiele des Zoch-Verlags mit drei Spielanleitungen (Deutsch ausführlich und Englisch sowie Französisch etwas knapper) daher. Die Anleitung in der deutschen Fassung umfasst nur erfreuliche vier Seiten. Ihre übersichtliche und kindgerecht bunte Gestaltung mit Bildern und guten Beispielen ist vorbildlich gelungen.

Von der Ausstattung her zeigt sich "Los Mampfos" sehr wertig: Dicke Pappe und vor allem Holz sind die bestimmenden Materialien - lediglich die 40 Aktionskarten könnten für Kinderhände etwas stabiler sein.

Das Spiel selbst stellt Anforderungen an die Merkfähigkeit ins Zentrum. Die Spieler müssen möglichst viel Eselsmist sammeln, mit dem der Müller seinen Ofen beheizt, um neue Haferplätzchen zu backen. Und das geht so:

Zunächst werden die Aktionskarten in acht Stapel sortiert, die gemischt dann wieder aufeinander gestapelt werden. Drei Holzesel (ein brauner, ein weißer und ein grauer) werden danach auf einen ringförmigen Trampelpfad aus zwölf Plättchen gesetzt. Nachdem der Startspieler bestimmt worden ist (wer am besten einen Esel nachmachen kann), zieht dieser eine Aktionskarte. Sie zeigt entweder:

- einen Esel in einer der drei Farben und eine Anzahl an Haferplätzchen sowie eine Zahl: Der Spieler verfüttert nun an den passenden Esel die angegebene Anzahl an Haferplätzchen in der/den Farben seiner Wahl (es gibt fünf Farben). Die Plätzchen nimmt er einfach aus dem Spielvorrat. Die Esel haben dafür ein Maul, einen hohlen Bauch und einen Schwanz, der, wenn man ihn anhebt, den "Eselmist" freigibt. Anschließend setzt er den Esel so viele Felder auf dem Trampelpfad weiter, wie die Zahl auf der Aktionskarte angibt.

- oder einen Esel in einer der drei Farben, der einen Haufen macht: Wird so eine Karte gezogen, nehmen alle Spieler eine Scheibe mit Zeiger zur Hand (ein Mühlrad) und drehen den Zeiger auf eine der dort abgebildeten fünf Plätzchenfarben. Dann lässt der Esel seinen Mist fallen und jeder Spieler bekommt den Teil des Haufens, dessen Farbe er auf der Scheibe eingestellt hat. Haben mehrere Spieler die gleiche Farbe gewählt, wird geteilt. Geht das Teilen nicht auf, wird der überzählige Taler zurück in den Spielvorrat gelegt.

- oder alle drei Esel, die einen Haufen machen: Diese Karte beendet das Spiel. Jeder Esel macht noch einen Haufen. Danach wird gezählt, wieviele Ex-Hafertaler jeder Spieler insgesamt gesammelt hat. Sieger ist natürlich, wer die meisten Taler hat, wobei die Farbe keine Rolle mehr spielt.

Scheckige Esel auf einer Karten bedeuten übrigens, dass man sich den Esel, den man füttern oder ein Häufchen machen lassen will, frei aussuchen kann.

Wer gewinnen will, muss also gut aufpassen, in welchem Esel welche Plätzchenfarbe am häufigsten vorkommt. Bei versierteren, meist älteren Spielern ist dann Taktieren angezeigt. Denn je mehr Spieler auf eine Farbe setzen, desto weniger Taler fallen für jeden ab.

Fazit: "Los Mampfos" ist ein gut gelungenes Spiel für Kinder und Erwachsene mit hohem Wiederspielwert und sehr guter Ausstattung. Richtiger Spielspaß kommt auf, wenn man es mit mindestens drei Spielern spielt.




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