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Doktor Schlüsselbart
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 08.06.2006, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Jürgen Then, Verlag: Zoch Verlags GmbH, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 29,95 Euro


"Doktor Schlüsselbart" ist ein Spiel, das sich vornehmlich an Kinder ab sechs Jahren richtet und mit zwanzig bis dreißig Minuten Spielzeit die Geduld der Kleinen auch nicht überfordert.

Die Gestaltung fällt kindgerecht farbenfroh aus und macht Lust auf das Spiel. Der Spielboxinhalt überzeugt auch durch seine Wertigkeit: solides, dickes Spielbrett, beschichtete Karten sowie fünf bunte, geräumige Stoffbeutel gefüllt mit lackierten Schlüsseln aus Holz, demselben Material, aus dem auch die vier Elixierfläschchen (in vier Farben) und die Figur des Doktor Schlüsselbart sind.

Die Spielanleitung hat neben Übersichtlichkeit und einer aussagekräftigen Bebilderung auch ein erläutertes Spielbeispiel zu bieten. Außerdem gibt es neben der vierseitigen deutschen Anleitung auch jeweils zweiseitige in Englisch und in Französisch.

"Doktor Schlüsselbart" hat natürlich auch eine Hintergrundgeschichte: Der Doktor ist vom Jahrestreffen der Alchemisten nach Hause zurückgekommen, hat aber leider den Zauberspruch zum Öffnen aller Türen seines Zauberschlosses vergessen. Um Abhilfe zu schaffen, braucht er einen Zaubertrank für sein Gedächtnis. Die dafür benötigten Elixiere liegen aber verstreut in seinem Schloss. Der Doktor hat lediglich ein paar Säckchen mit Schlüsseln gefunden. Um weiterzukommen, benötigt er die Hilfe der Spieler.

Ziel der Spieler ist das Finden und Sammeln der Elixiere. Der Spielplan zeigt das Schloss des Doktors, das aus verschiedenen Zimmern und Fluren besteht, die mit jeweils mehreren verschlossenen Türen verbunden sind. Jede Tür zeigt ein bestimtes Schlüsselbartmuster. Diesen Räumen werden vier Elixierfläschchen anhand von gezogenen Karten, die die Räume zeigen, zugeteilt. Doktor Schlüsselbart kommt in die Eingangshalle seines Schlosses. Jeder Spieler bekommt nun noch ein Schlüsselsäckchen und eine von 20 Exlixierkarten, die auf der einen Seite ein Fläschchen in einer der vier Farben zeigt.

Ein Spieler gibt das Startkommando: "Auf geht's!" und alle Spieler suchen nur durch Tasten in ihrem Schlüsselsäckchen nach einem Schlüssel zu einer der drei Türen aus der Eingangshalle. Wer zuerst einen passenden erwischt, bestimmt dadurch, in welches Zimmer Doktor Schlüsselbart als nächstes geht. So geht das immer weiter, bis der Doktor in einen Raum mit einem Elixierfläschchen tritt. Wer dann eine Karte mit einem Elixier in gleicher Farbe hat, legt diese vor sich ab und zieht eine neue Elixierkarte. Wer als erster vier Karten (Elixiere) zusammen hat, hat das Spiel gewonnen.

Fazit: "Doktor Schlüsselbart" ist ein schnelles, kindgerechtes Spiel, das durch seine ständig neuen Spielsituationen einen hohen Wiederspielwert an. Empfehlenswert sind mindestens drei Spieler, obwohl das Spiel für zwei bis fünf Elixierjäger geeignet ist. Bei zwei Beteiligten kann das Spiel jedoch schnell einseitig werden, etwa wenn beide Spieler sehr unterschiedlich ausgeprägte Tastsinne haben. Doktor Schlüsselbart würde in dem Fall schnell einen sehr direkten Weg zu den Elixieren nehmen.




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