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Hive
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 19.05.2006, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): John Yianni, Verlag: HUCH & Friends Hutter Trade GmbH & Co. KG, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 19,95 Euro


Bei HIVE handelt es sich um ein Legespiel für zwei Spieler. Die beiden Kontrahenten platzieren und ziehen nacheinander ihre Insekten, um die gegnerische Bienen-Königin festzusetzen.

Die Verpackung besteht aus einer viereckigen, etwas dickeren Box mit einer Plastikeinlage, in die 22 Spielsteine gebettet sind. Die Spielsteine bestehen aus schwarzem und weißem Bakelit. Sie sind sehr handlich, abwaschbar und fast unverwüstlich. Auf jedem Stein ist ein Insekt eingeprägt und jede Gattung hat ihre eigene Farbe. Sie lassen sich somit gut voneinander unterscheiden.
Zusätzlich ist ein Beutel enthalten, in dem die sechseckigen Steine deponiert werden können. Das Spiel ist also auch gut für die Reise geeignet. Bei einem neuen Spiel hat der Beutel allerdings noch einen starken Eigengeruch, der aber mit der Zeit nachlässt. Ansonsten macht er einen robusten Eindruck.

Die farbige Spielanleitung ist strukturiert aufgebaut, leicht verständlich und mit schönen Beispielen versehen. Sie lässt kaum Fragen offen. Natürlich kann nicht jede extreme Spielsituation enthalten sein, aber mit etwas Logik und Absprache ist auch dies kein Problem. Wünschenswert wäre eine Kurzübersicht über die Zugmöglichkeiten der einzelnen Insektengattungen. Jedoch sind die Regeln leicht zu erlernen und nach ein paar Spielen verinnerlicht.

Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler die elf Spielsteine einer Farbe. Der jüngste Spieler beginnt und setzt eines seiner Insekten frei in die Tischmitte. Sein Mitspieler legt nun einen seiner Spielsteine an den ausliegenden an. Nun können die Spieler abwechselnd einen neuen Stein anlegen. Dabei ist zu beachten, dass neu eingebrachte Spielsteine ausschließlich an die eigene Farbe angelegt werden dürfen. Spätestens beim vierten Zug müssen die Spieler ihre Königin einsetzen. Jetzt können die Spieler auch anstelle eines neuen Steines ins Spiel zu bringen eine ihrer ausliegenden Insekten nach bestimmten Regeln bewegen. Dabei ist darauf zu achten, dass während und nach dem Zug immer alle Steine miteinander verbunden sein müssen. Eingeschlossene Steine dürfen bis auf wenige Ausnahmen nicht bewegt werden, so lange sie eingeschlossen sind.
Die Bienenkönigin zieht pro Zug nur ein Feld weit. Der Käfer kann sich ebenfalls nur ein Feld weit bewegen. Er darf jedoch als einziger auf einen anderen Stein gezogen werden und blockiert diesen damit. Der Grashüpfer springt entlang einer geraden Reihe von Steinen bis zum nächsten freien Feld. Käfer und Grashüpfer können deshalb nicht eingeschlossen werden. Die Spinne bewegt sich genau drei Felder weit, ohne ein Feld zweimal zu betreten. Die Ameise kann beliebig weit gezogen werden und wird dadurch zu einer der mächtigsten Figuren im Spiel.
Das Spiel endet, sobald eine Königin vollständig von Spielsteinen eingeschlossen ist. Dabei ist es egal ob es sich um eigene oder fremde Insekten handelt.

Das Spiel lässt sich in 10 bis 20 Minuten zügig spielen und motiviert dadurch fast immer zu einer Revanche. Beim ersten Spiel wirkt es noch etwas fade und planlos, was sich jedoch schnell ändert. Nach ein paar Runden erkennt man die Spieltiefe und die vielen verschiedenen taktischen Möglichkeiten die es gibt. Dadurch und durch den flexiblen Aufbau ist jedes Spiel anders.

Fazit:
HIVE ist ein sehr schönes und schnelles Spiel für Planer und Taktiker zu einem vertretbaren Preis. Die Aufmachung und das Material sind sehr ansprechend und von großer Haltbarkeit, so dass es fast überall gespielt werden kann. Leute, die diese Art von Spielen mögen, haben lange Spaß daran, den anderen mangelt es vielleicht irgendwann etwas an Abwechslung.




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