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Gabriel Burns - #18 Neun Morde
Von Stefan Moriße

Rezension erschienen: 26.04.2006, Serie: Auditorium, Autor(en): Volker Sassenberg, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 6,99 Euro


Mit der Folge Nummer 18 – Neun Morde liegt für die Hörspielreihe Gabriel Burns der zweite Teil einer Doppelfolge vor, die mit Teil 17 – Was ist das Leben? begann. Ohne das Wissen um die Geschehnisse aus dieser Folge ist Neun Morde kaum zu verstehen, da keine inhaltliche Zusammenfassung erfolgt, sondern die Handlung direkt fortgesponnen wird. Die ausführliche Rezension zu Folge 17 findet sich natürlich ebenfalls hier bei der Lorp.

In Was ist das Leben? erfährt der Hörer, dass die Protagonisten Kramer und Burns nach Alaska aufgebrochen sind, um Kramers Eltern zu befreien, die dort seit dreißig Jahren in einer Art Bewusstseinsstarre gefangen sind. Die Zeit drängt, denn zum Einsetzten der Handlung in Neun Morde bricht ein örtlicher Vulkan aus und droht sämtliches Leben zu vernichten.
Im zweiten Handlungsstrang, der sich auf Bakerman und Newman fixiert, werden die Geschehnisse in Vancouver weitererzählt. Während in Folge 17 keine nennenswerten Ereignisse eingetreten sind, geht es in Neun Morde schlagartig zur Sache. Bakerman, der in einer weit verzweigten Katakombenanlage unterhalb Vancouvers unterwegs ist und sich plötzlich durch das Zusammenbrechens des Stromkreises eingesperrt sieht, muss sich durch enge Belüftungsgänge einen Weg nach draußen bahnen. Der Stromausfall hatte allerdings keine natürlichen Gründen, denn ein Wesen, das dort unten eingesperrt war, konnte entfliehen und legt nun die ganzen Räumlichkeiten in Trümmern. Während Bakerman und Newman, der ebenfalls in die unterirdische Anlage vorgedrungen ist, sich dem Monstrum stellen, müssen sich Burns und Kramer in Alaska vor der dem Gestein und Magma retten, das der Vulkan ihnen entgegenschleudert. Bevor die Welt um sie herum in Dunkelheit versinkt, hört Burns in einer Vision die Stimmen von Kramers Eltern. Sie fordern Burns auf, seine magischen Fähigkeiten anzuwenden. Und obwohl sich Burns über seine Begabung noch immer nicht im Klaren ist, gelingt es ihm, sich zurück ins Dorf zu kämpfen. Doch auch dort sind sind er und Joyce Kramer noch nicht in Sicherheit vor der Lawa, die sich ihren Weg durch die Ansiedlung bahnt.

Fazit:
Neun Morde hinterlässt, im Gegensatz zum überragenden Beginn der Doppelfolge, einen eher zwiespältigen Eindruck. Positiv sei auf den jeden Fall anzumerken, dass die in Folge 17 aufgerollten Ereignisse seinen logischen Abschluss finden. Alle losen Enden werden zusammengefügt und schlüssig miteinander verbunden. Die Art und Weise, wie dies geschieht, verhindert jedoch, dass auch dieser Teil auf ganzer Linie überzeugen kann. Zunächst ist die im Vergleich zum ersten Teil deutlich kürzere Spielzeit von nur knapp 40 Minuten zu berücksichtigen, die den Eindruck erweckt, als ob den Machern der Serie für das Ende nicht mehr viel einfiel. Und selbst diese 40 Minuten wirken streckenweise arg in die Länge gezogen, wenn plötzlich das dramatische Geschehen um den Vulkanausbruch unterbrochen und eine Traumsequenz eingefügt wird, die konfus wirkt und abgesehen von der Erkenntnis um Burns magische Fähigkeiten nur wenige spannende Elemente enthält. Die gesamte Folge erscheint damit wie das Finale der in Was ist das Leben eingeleiteten Handlung, nur dass dieses Finale wie ein langgezogener Höhepunkt daherkommt, der bedingt durch diese Tatsache keine durchgehende Spannung vermitteln kann.
Erst zum Ende hin fängt sich die Folge wieder und schließt die Geschichte ins typischer Gabriel Burns Manier ab. Auch der abschließende Cliffhänger weckt das Interesse an den weiteren Geschehnissen, kann jedoch nicht gänzlich darüber hinweg trösten, dass viele gute Elemente in diesem zweiten Teil verschenkt worden sind.

Was die akustische Qualität des Hörspiels angeht, so kann natürlich auch dieser Teil wieder voll und ganz punkten. Die Sprecher sind professionell, liefern ein plastisches Bild ihrer Charaktere und passen sich perfekt in das Klangbild aus Soundeffekten und musikalischen Einlagen ein. Formal also wie eh und je Spitze, an der inhaltlichen Konzeption muss der Hörer aber ein paar Abstriche vornehmen, wenn er in die Welt des Gabriel Burns abtauchen will.




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