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Gabriel Burns - #17 Was ist das Leben?
Von Stefan Moriße

Rezension erschienen: 25.04.2006, Serie: Auditorium, Autor(en): Volker Sassenberg, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 6,99 Euro


Mit der Folge Nummer 17 – Was ist das Leben? liegt für die Hörspielreihe Gabriel Burns der Beginn eines Zweiteilers vor, der seinen Abschluss in Folge 18 – Neun Morde findet. So gesehen müssen beide Teile zusammen betrachtet werden, auch wenn die CDs selbst einzeln erhältlich sind.
Was ist das Leben? beginnt demnach auch, da doppelt soviel Zeit für die Erzählung vorhanden ist, sehr langsam und baut erst gemächlich den sich entfaltenden Plot auf. Dies ist auf keinen Fall negativ zu sehen, sondern eher im Gegenteil ein überzeugendes Mittel, um die Spannung kontinuierlich ansteigen zu lassen und einen Höhepunkt zu erreichen, der einem Zweiteiler angemessen ist.

Nach dem obligatorischen Intro wird der Hörer zunächst mit einer Beerdigungsfeier konfrontiert, denn einer der in den vorigen Folgen aufgebauten Hauptcharaktere, Stuart Blumberg, ist ums Leben gekommen. Obwohl damit die Geschichte sofort in den Gesamtkontext der Gabriel Burns Reihe gesetzt wird, denn der Tod ereilte Blumberg schon in Folge 14, ist die Handlung der vorliegenden Teile in sich abgeschlossen. Nach diesem sprichwörtlich leisen und melancholischen Beginn geht es weiter mit einem vertiefenden Einblick in die Geschichte Joyce Kramers, die seit der ersten Folge zum Team um Bakerman, Newman und natürlich Burns gehört. Kramers Eltern sind, wie Burns erst jetzt von Bakerman erfährt, vor dreißig Jahren nach Alaska zu einer Expeditionsreise aufgebrochen, um ein mysteriöses Störfeld zu analysieren. Bakerman war bereits damals ihr Auftraggeber. Das Störfeld verschwand eigenartigerweise plötzlich, und so blieben die Kramers in Alaska, um weitere Untersuchungen vorzunehmen. Doch diese Entscheidung sollte ihr Schicksal besiegeln, denn wenig später fielen beide in eine seltsame Bewusstseinsstarre. Alle Versuche, sie aus Alaska fortzubringen und an einem anderen Ort zu behandeln, führten dazu, dass ihre Organe versagten. So mussten sie dort gelassen werden.
Nun, 30 Jahre später, nehmen neue, ungewöhnliche Phänomene in dieser Region zu. Bakerman vermutet dahinter eine Art Hilferuf, eine neue Kontaktaufnahme von Joyces Eltern. Und nicht nur das, es sind seismische Aktivitäten gemessen worden, die auf den Ausbruch eines nahen Vulkans hinweisen. Sollte dies der Fall sein, wären die Kramers in großer Gefahr und mit ihnen könnte das Geheimnis, was sie in diese Starre versetzt hat, für immer verloren sein.

Auf Bakermans Bitte zögern Burns und Kramer nicht lange und fliegen nach Alaska, um einen neuen Anlauf zu starten, Kramers Eltern irgendwie zu befreien. Neben diesem Handlungsstrang wird parallel dazu ein zweiter aufgebaut, der sich um Bakerman und später auch Larry Newman dreht. Denn nicht nur in Alaska nehmen ungewöhnliche Phänomene ihren Lauf, auch in Kanada werden die Mysterienforscher in Ereignisse verstrickt, die ihrer Aufklärung bedürfen. Trotz der zwei nebeneinander laufenden Handlungen liegt der Schwerpunkt der Folge aber auf der Reise von Burns und Kramer nach Alaska, die zum Ende der Hörbuch-Folge rasant an Fahrt gewinnt. Das Flugzeug, mit dem sie unterwegs sind, wird nämlich von einem Vogelschwarm attackiert und stürzt ab. Obwohl sich Burns und Kramer retten können, entspannt sich die Lage am Boden nicht sonderlich. Zwar finden sie schnell das Dorf, von dem aus sie die Rettungsaktion starten wollen, doch bevor sie sich aufmachen können, bricht der Vulkan aus und hüllt die Welt in Schutt und Asche.

Fazit:
Was ist das Leben? besticht durch einen gelungenen, ruhigen Auftakt und einer stimmungsvollen, dramatischen Steigerung zum Ende hin. Die Erwartungen an den zweiten Teil, der direkt nach dem Ausbruch des Vulkans einsetzt, werden mit dieser Folge sehr hoch angesetzt. Alle offenen Handlungsfäden wollen schließlich schlüssig und motiviert zusammengefügt werden.
Mit Was ist das Leben? gelingt den Machern der Horror-Mysterie Serie ein durchweg gelungenes Hörspiel. Wie von den bisherigen Gabriel Burns Teilen bekannt, besticht auch Folge 17 durch hochkarätige Sprecher und passende Soundeffekte. Die musikalische Untermalung wird an den dramaturgisch wichtigen Stellen eingesetzt. Ein qualitativ hochwertiges Werk also, dass auf dem Hörbuchmarkt, speziell dem Horrorsektor, seines Gleichen sucht.

Ob Teil 18, Neun Morde, diesen hohen Standard halten kann, ist in der Rezension zum zweiten Teil der Doppelfolge hier bei der Lorp nachzulesen.




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