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A bis Z
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 27.06.2006, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Reinhard Staupe, Verlag: AMIGO Spiel + Freizeit GmbH, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 6,30 Euro


"A bis Z" ist ein Kartenspiel für Kinder ab sechs Jahren aus Amigos Gelber Reihe. Sehr viel älter dürfen die Spieler für dieses Lese-/Rechtschreibspiel auch nicht sein.

Die Ausstattung fällt kindgerecht aus: einfache und gut erkennbare Bilder auf 23 sehr stabilen Karten, fünf ebenso stabile Tafeln mit allen Buchstaben des Alphabets (außer Q, X und Y) und ihnen zugeordneten Gegenständen (Ohr, Banane, Würfel, ...) sowie 30 runde Plastikchips. Die Anleitung ist übersichtlich, mit vielen auch grafischen Beispielen gespickt und kann problemlos von Kindern verstanden werden.

Das Grundspiel funktioniert so: Jeder Spieler bekommt eine der Tafeln, die aber nur als Anregung dient. Jede Karte zeigt zwei Gegenstände und zwei (Anfangs-)Buchstaben, die aber nicht zu den Gegenständen passen. Es gilt dann mit einer zweiten Karte ein Paar aus einem (Anfangs-) Buchstaben auf einer Karte und einem dazu passenden Gegenstand auf der anderen zu bilden. Dieser Grundmechanismus kann in drei Spielvarianten gespielt werden.

1. Jeder Spieler erhält drei Karten auf die Hand. Drei weitere werden neben dem verdeckten Stapel mit den restlichen Karte aufgedeckt. Der älteste Spieler zeigt nun ein Paar zwischen einer seiner Karten und einer aufgedeckten. Anschließend legt er einen Plastikchip auf den Buchstaben oder den Gegenstand der aufgedeckten Karten, mit der er ein Paar gebildet hat, und sperrt ihn damit für den Rest der Runde. Danach ist der nächste Spieler an der Reihe. Wer keine Paarung mehr findet, scheidet aus. Der zuletzt übrig gebliebene Spieler gewinnt die Runde und darf eine seiner drei Handkarten ablegen. Am Ende gewinnt der Spieler, der als erster alle drei Handkarten losgeworden ist.

2. Ein Spieler wird zum Spielleiter bestimmt (spielt aber trotzdem auch normal mit). Er deckt eine Karte des Kartenstapels auf und danach schnell noch eine zweite. Alle Spieler rufen nun so schnell wie möglich Paare zwischen den beiden aufgedeckten Karten aus. Findet niemand ein Paar wird noch eine dritte Karte aufgedeckt usw. Wer als erster eine Paarung ausruft, darf alle aufgedeckten Karten bis auf eine an sich nehmen. Danach deckt der Spielleiter eine neue Karte auf... Das Spiel geht solange weiter, bis der Kartenstapel aufgebraucht ist. Es gewinnt dann, wer die meisten Karten besitzt.

3. Die Plastikchips werden gleichmäßig unter den Spielern aufgeteilt. Danach werden acht Karten des Kartenstapels schnell von allen Spielern aufgedeckt. Alle spielen nun gleichzeitig und rufen oder zeigen gleichzeitig Paarungen. Dabei benutzte Buchstaben werden mit Chips abgedeckt und können damit nicht wieder verwendet werden. Finden sich keine Kombinationen mehr, werden acht neue Karten aufgedeckt. Das Spiel läuft so lange, bis ein Spieler alle Chips losgeworden ist.

"A bis Z" lässt sich also mit Zeitdruck oder mehr Überlegung spielen. Dabei ergeben sich immer neue Kombinationen. Problematisch finde ich lediglich die zweite und vor allem die dritte Spielvariante, die schnell zu Streitigkeiten unter den Spielern führen können. Abhilfe könnte ein Spielleiter/Schiedsrichter bringen, der selbst nicht mitspielt.

Fazit: Insgesamt ist "A bis Z" ein gut gelungenes Kartenspiel für Kinder, das spielerisch Grundfähigkeiten im Bereich Lesen und Schreiben vermittelt und festigt.




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