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Der Schatten im Osten
Von Stefan Moriße

Rezension erschienen: 18.03.2006, Serie: Tabletop, Autor(en): Matthew Ward u.a., Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 48, Erschienen: 2006, Preis: 12,95 Euro


"... und aus dem Osten kamen endlos Männer herangezogen: Schwertkämpfer; Speerträger; Bogenschützen zu Pferd, die Streitwagen von Häuptlingen und schwer beladene Wagen."
Ganz im Zeichen des Zitats aus "Die Gefährten" präsentiert sich das Erweiterungsbuch Der Schatten im Osten für das Der Herr der Ringe Tabletop-Strategiespiel. Mit dem Schwerpunkt auf den Völkern Khands und der Ostlinge präsentiert Games Workshop in gewohnt hoher Qualität auf knapp 50 Seiten neue Einheiten für die dunkle Seite. Thematisch passende Szenarien, Regelergänzungen und Bemaltipps runden das Buch ab.

Nach einführenden Worten zum Inhalt und einer Vorstellung der beiden Völker geht es sogleich mit der Auflistung von Helden und Gefolgsleuten los. In gewohnter Weise werden diese durch atmosphärische Beschreibungen, aufgelistete Werte und etwaige Sonderregeln dem Leser näher gebracht. Die durchweg farbigen Abbildungen zu den Einheiten und nachgestellten Kampfsituationen komplettieren diesen Abschnitt.
Dank anschließender detaillierter Nahaufnahmen der Einheiten wird eine gute Hilfestellung für das eigene Bemalen der Figuren gegeben. Dass es sich hier um Vorschläge handelt, denen man folgen kann, aber nicht muss, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Als Inspiration dienen sie aber allemal, um seiner Armee den nötigen Feinschliff zu verpassen.

Neben den Krieger- und Heldenprofilen, die einen Großteil des Bandes einnehmen, wird zusätzlich auf zwei Baumodelle eingegangen, die das Schlachtfeld plastischer wirken lassen. Dem Thema des Buches entsprechend wird zum einen ein komplettes Ostlingslager mit Palisade, Zelt und Wachturm, zum anderen ein wirklich hübscher Tempel der Ostlinge vorgestellt. Die Modelliertipps, die in kleinen Schritten vorangetrieben werden, um auch den unerfahrenen Bastler bei der Hand zu nehmen, sind verständlich und sollten in der Regel zum gewünschten Ziel führen. Ein paar weitere Bauwerke wären zwar wünschenswert gewesen, der kreative Leser wird sich aus den im Buch vorgestellten Modellen aber mit ein wenig Eigeninitiative selbst passende Variationen ausdenken können.

Um sein nun zusammengestelltes Heer, fertig bemalt und in einer ansprechenden Landschaft platziert, in die Schlacht zu schicken, nehmen acht Szenarien die verbleibenden Seiten ein. Anhand einer kleinen Kampagne, die ins heiß umkämpfte Grenzgebiet zwischen Gondor und Ithilien gelegt wurde, kann der Kampf der Ostlinge gegen die freien Völker sofort nachgespielt werden. Da die Szenarien abwechslungsreich aufgebaut sind und die neuen Fähigkeiten der im Buch besprochenen Einheiten gut zur Geltung kommen lassen, findet der Leser viel Material, das er gewinnbringend nutzen kann.

Fazit: Der Schatten im Osten reiht sich nahtlos in die Qualitätsprodukte der Games Workshop-Schmiede ein. Der Herr der Ringe-Fans, die die Streiter Saurons um die Ostlinge und Khands erweitern möchten, finden in dem Buch die benötigten Regeln und zahlreiche Tipps zum Bemalen und Modellieren. Und mit den Szenarien kann gleich der erstbeste Kumpel angerufen werden, um die Schergen in die nie enden wollende Schlacht um Mittelerde zu schicken.




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