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Monopoly Banking powered by VISA
Von Philipp Kiefner
Rezension erschienen: 16.03.2006, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): , Verlag: Parker Spiele, Seiten: , Erschienen: Oktober 2005, Preis: 49,99 Euro  |
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"Geld stinkt nicht!" bekanntes Sprichwort
"…hineinspringen, wie ein Maulwurf darin herumwühlen und sich wohlfühlen" Dagobert Duck
Monopoly ist der Traum aller Häuslebauer, Immobilienmakler oder Kredithaie, ein echtes Kultspiel also, das fast ein jeder kennt. Bis zu sechs Spieler können gegeneinander antreten, die auch etwas Zeit mitbringen sollten, denn mit mehreren Stunden ist zu rechnen. Kurz umrissen ist der Spielablauf wie folgt: Zunächst gilt es auf dem Spielbrett zu reisen und Straßen zu kaufen. Nachfolgende Spieler müssen für den Zug auf die gekauften Strassen Miete an den Besitzer zahlen. Ziel ist es, einen ganzen Straßenzug zu erwerben um diesen bebauen zu können, denn dann rollt der Rubel wirklich. Doch die Konkurrenz schläft nicht, und so gilt es geschickt zu taktieren und zu verhandeln. Bei Erfolg können nun repräsentative Häuser oder gar ein Hotel hochgezogen werden, um dann kräftig Miete kassieren zu können. Schnell schießen die Mieten, wie im richtigen Leben, ins Unermessliche und der Pleitegeier zieht lauernd seine Kreise. Zwar können vielfältige Ereigniskarten den Ablauf noch ganz schön durcheinander wirbeln, aber am Schluss kann es nur einen glücklichen Gewinner geben. Ihm gehören dann als Monopolist alle Strassen und Gebäude.
Nun, dieser Ablauf dürfte den meisten bekannt sein, was ist also anders an Parkers neuster Variante "Monopoly – Banking"? Auf dem Deckel steht "Powered by VISA", da denkt man unwillkürlich an eine Werbeaktion. Aber Gott sei Dank ist dieses Spiel keine Werbeplattform für dieses Kreditkartenunternehmen, sondern der Aufdruck hat mit der Neuerung des Spiels zu tun. Denn hier gilt: Bargeld ist out – lang lebe die Kreditkarte! Tatsächlich erfolgen alle Transaktionen elektronisch. Mittels Bankkartenlesers, einem Taschenrechner ziemlich ähnlich, und den dazu passenden Kreditkarten zahlt man nun seine Strafen, kauft Strassen oder Häusern und regelt die Mieteinnahmen. Klingt erst mal kompliziert, ist es aber nicht. Links in das Gerät kommt die Karte desjenigen, der Geld bekommt und nach rechts die Karte von dem, der bezahlen muss. Jetzt noch den Betrag eintippen (eine Geheimzahl gibt es allerdings nicht), dann bestätigen und schon erfolgt die Transaktion. Da gibt es keine Wechselschwierigkeiten und Verzögerungen mehr. Doch damit nicht genug, das Spiel kann noch mit weiteren Neuerungen aufwarten. Das silbrig glänzende Spielfeld, die Gebäude und die recht nüchtern gehaltenen Spielkarten kommen im neuen Business-Look daher. Die Straßennamen stammen aus Berlin und geben dem Spiel einen Hauch Realität, ebenso wie die horrenden Preise für die Straßen, die von 600.000 bis 4 Millionen reichen.
Was bringt nun Monopoly-Banking? Vor allem jede Menge Spielspass durch das neue Gimmick der Kreditkarten., aber auch taktische Tiefe. Denn neuerdings sieht man keine Geldbündel mehr, die Hinweise auf den Reichtum der Mitspieler geben. Da gilt es ganz besonders den Überblick über die eigenen Finanzen zu bewahren. Nur allzu schnell kauft man noch, wo man früher den liebgewonnenen 10.000-Schein nicht anbrechen wollte.
Wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten. Zum einen benötigt man jetzt Batterien für das Spiel, die nur mühsam in den Kartenleser einzugelegen sind, da der Deckel mit einer winzigen Schraube verschlossen ist. Zum anderen muss man feststellen, dass sich am Spiel selbst, von der Optik und Ausstattung abgesehen, nichts geändert hat. Da stellt sich natürlich immer die Frage, ob sich eine Anschaffung lohnt, besonders wenn man bereits das gute alte Monopoly zu Hause hat.
Fazit: Die Idee, Monopoly ganz ohne Geldnoten und nur mit Kreditkarten zu spielen, hat eine gewisse Faszination und macht ziemlich Spaß, auch wenn sich die Geldgeschäfte dadurch nicht gerade beschleunigen. Der Business-Look wird nicht jedem zusagen, präsentiert er doch das Spiel in einer glänzenden, aber nüchtern-kalten Optik. Die Verarbeitung lässt hingegen keine Kritik aufkommen und auch der Kartenleser funktioniert einfach und zuverlässig. Ob sich die Anschaffung von Monopoly-Banking lohnt, muss ein jeder selbst entscheiden. Wem dieser Stil nicht zusagt, kann ja gerne eine andere Variante kaufen. Denn eines steht fest: Monopoly ist und bleibt ein Kultspiel.
| keine Wertung | Weiß nicht so recht ... war nicht der größte, vielleicht sogar einzige Spaß am sonst eher starren Monopoly das Hantieren mit Geldbüscheln? Ich kann mir ein Monopoly ohne die geliebten Scheinchen nicht wirklich vorstellen. von strategon
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