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Packeis am Pol
Von Jan-Hendrik Strenzke

Rezension erschienen: 05.01.2006, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Alvydas Jakeliunas, Günter Cornett, Verlag: Phalanx Games b.v., Seiten: , Erschienen: Oktober 2005, Preis: 19,95 Euro


»Packeis am Pol« ist eine Neuauflage des Spiels »Pingvinas«, welches im Oktober 2003 im Bambus Spieleverlag erschienen ist. Es handelt sich hierbei um ein kurzweiliges Zugspiel, bei dem 2-4 Spieler versuchen, sich mit einer kleinen Gruppe an Pinguinen möglichst viele Fische einzuverleiben.

Die Vorderseite der Schachtel zeigt eine stimmungsvolle Szene mit Pinguinen, die gerade dabei sind, Fische einzusammeln, welche den Eindruck eines schnellen und unterhaltsamen Spiels vermittelt. Im Inneren finden sich dann je vier Pinguine in vier Farben sowie 60 sechseckige Eisschollen aus Pappe, auf denen jeweils ein bis drei Fische abgebildet sind. Das Spielmaterial ist durchweg gut verarbeitet. Die Pinguin-Figuren aus Holz sind ansprechend gestaltet und auch die Eisschollen wissen zu gefallen. Ein anschauliches Bild von der Optik des Spiels bekommt man durch die Abbildung einer laufenden Partie, welche sich auf der Rückseite der Verpackung befindet. Lediglich bei der Größe der Schachtel hat der Verlag deutlich übertrieben, das gesamte Material hätte problemlos in einen halb so großen Karton gepasst. So bekommt die Schachtel ein wenig den faden Beigeschmack einer Mogelpackung.

Die Spielanleitung im DIN A5-Format erläutert auf zweieinhalb Seiten in gut verständlicher Weise die einfachen Regeln von »Packeis am Pol«. Unterstützt werden die Erläuterungen durch mehrere Bilder, die anschaulich die verschiedenen Zugmöglichkeiten illustrieren.

Zu Beginn des Spiels werden alle Eisschollen in einem wabenförmigen, annähernd quadratischen Muster ausgelegt, in dem sich Reihen von sieben und acht Plättchen abwechseln. Anschließend setzen die Spieler abwechselnd ihre Pinguine ein, wobei die Anzahl von der Zahl der Mitspieler abhängt. Bei zwei Spielern erhält jeder vier Pinguine, bei drei Teilnehmern je drei und bei vier Personen lediglich zwei. Dies führt dazu, dass das Spiel bei zwei Personen etwas mehr Planung und Taktik zulässt, was die Spieltiefe deutlich steigert. Bei vier Personen stehen eher das Erkennen von Gelegenheiten und das vereinzelte "dem anderen ein Schnippchen schlagen" im Vordergrund.

Im Verlauf des Spiels ziehen die Teilnehmer abwechselnd jeweils einen ihrer Pinguine in gerader Linie beliebig weit über das Eisfeld und erhalten hierbei die Eisscholle, auf der sie ihren Zug begonnen haben. Hierdurch bilden sich mit der Zeit immer mehr Löcher im Eisfeld, die nicht übersprungen werden dürfen. Genauso wenig ist es erlaubt, eine Eisscholle zu betreten oder zu durchqueren, auf der bereits ein anderer Pinguin steht. Dies setzt sich solange fort, bis kein Spieler mehr einen seiner Pinguine bewegen kann. Wer am des Spiels die meisten Fische eingesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Fazit:
Dank der einfachen Regeln ist »Packeis am Pol« blitzschnell erklärt und auch für Kinder gut geeignet. Eine Partie dauert selten länger als 20 Minuten und bietet kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch. Gerade bei zwei und mit leichten Abstrichen auch bei drei Spielern kann man noch ein paar taktische Finessen in das eigene Spiel bringen, wodurch das Ganze auch bei mehrmaligem Spielen interessant bleibt. Wenn Schachtel und Preis 30 Prozent kleiner wären, dann wäre »Packeis am Pol« ein unbedingter Kaufkandidat, so wie es ist, sollte man sich jedoch gut überlegen, ob es einem das Geld wert ist.




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