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Das Voynich Rätsel
Von Jan-Hendrik Kalusche

Rezension erschienen: 22.12.2005, Serie: Belletristik, Autor(en): Florian F. Marzin, Verlag: Fantasy Productions GmbH, Seiten: 525, Erschienen: Oktober 2005, Preis: 15,00 Euro

März 1965, eine archäologische Ausgrabung am Rande der Wüste Lut in Persien. Fünf deutsche Wissenschaftler sind seit einigen Monaten dabei herauszufinden, was mit einem Teil der Armee Alexanders des Großen geschehen ist, die am Rand der Wüste entlanggezogen war. Lange bleibt die Sucher erfolglos. Doch als einer der Grabungsteilnehmer einen Eingang zu einer geheimnisvollen Tempelanlage entdeckt, ändert sich das alles. Die Wände der Anlage sind über und über mit einer unbekannten Schrift überzogen, die keiner der Wissenschaftler entziffern kann. Lange können sich die Wissenschaftler nicht über ihre Entdeckung freuen, denn schon am nächsten Tag entdecken sie die grausam zugerichtet Leiche ihres Vorarbeiters. Dann werden sie auch noch von einem Sandsturm überrascht und als dieser sich gelegt hat und sie wieder nach der Anlage suchen wollen, ist sie wie vom Erdboden verschluckt. Dafür werden sie von den einheimischen Behörden zur Rede gestellt. Am Ende ist der Entdecker der Tempelanlage tot und alle leugnen, dass all dies jemals geschehen ist. Nur Sandra Neubert, die von dem Entdecker der Tempelanlage, Michael Gruhn, schwanger ist, will das alles nicht wahrhaben. Warum war Michael an seinem letzten Tag so merksam abwesend? Warum verfärbten sich seine Augen schwarz? Und warum konnte er anscheinend die fremde Schrift entziffern? Alles, was sie hat, ist Michaels altes Notizbuch, in dem allerdings die entscheidenden Seiten fehlen.

Neuzeit, ein Tag am Ende des Jahrtausends. Peter Gruhn, der eheliche Sohn von Michael Gruhn ist zu der Taufe seines Patenkinds Ilona-Maria eingeladen. Alles in seinem Leben scheint bestens zu laufen: toller Job, super Freundin,... Doch dann erfährt er, das seine Mutter beim Brand ihrer Wohnung umgekommen ist. Als er den Nachlass durchstöbert, stösst er auf einige Seiten, die anscheinend aus einem Notizbuch herausgerissen wurden und die in einer Sprache geschrieben sind, die keiner entziffern kann. Gemeinsam mit Gabi, der Mutter seines Patenkinds, macht er sich auf die Suche nach der Bedeutung der Seiten, bei denen beide unweigerlich mit der Vergangenheit konfrontiert werden. Was hat es mit der seltsamen Stimme auf ihren Anrufbeantwortern auf sich, die immer wieder vor dem Durchschreiten merkwürdiger Türen warnt? Warum bekommt die kleine Ilona-Maria Augen, die schwarz sind?
Alle Stränge laufen anscheinend bei Sandra Neubert in Yale in den USA zusammen.

Ich fand das Buch merkwürdig zu lesen. Die Erzählperspektive des Autors Florian F. Marzin wechselt häufig. So ist man zum Beispiel im einen Augenblick am Telefon mit Peter Gruhn und im nächsten am anderen Ende der Leitung bei Sandra Neubert. Der ganze Plot enthält keinen wirklichen Höhepunkt. Man erfährt zwar zu Teilen, was es mit dem seltsamen Manuskript auf sich hat, aber ganz aufgeklärt wird man nie. Das hinterläßt einen leicht schalen Beigeschmack. Doch wer archäologische Wissenschaftsthriller mag, der könnte Gefallen an diesem Buch finden




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