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Pecunia non olet
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 07.12.2005, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Christian Fiore, Knut Happel, Verlag: Goldsieber Spiele, Seiten: , Erschienen: Oktober 2005, Preis: 12,50 Euro


Bei Pecunia non olet geht es im Grunde genommen darum, ... man möge mir den Ausdruck verzeihen... aus Scheiße Geld zu machen.
Das Spiel besteht aus 70 Römer-Karten (in den vier Kategorien Senatoren, Bürger, Römerinnen und Sklaven) und 40 Aktions-Karten sowie sechs Papp-Latrinen, einem Stapel Rundenmarker und einem Haufen Sesterzen.
Jeder Spieler übernimmt eine der Latrinen, auf der anfangs bereits zwei Bedürfnisbefriediger sitzen und vor der fünf ungeduldig hin und her wackelnde Römer darauf warten, dass sie endlich dran kommen. Jede Römer-Karte hat zwei Werte: zum einen die Zahl der Runden, die die jeweilige Person für ihre "Sitzung" benötigt, zum anderen die Sesterzen, die er danach dafür zahlt.
Immer wenn ein Römer auf der Latrine einen Platz findet, erhält er eine dem ersten Wert entsprechende Zahl von Rundenmarkern (kleine braune Holzstäbchen... woran erinnert mich das bloß?). Jede Runde wird einer dieser Marker wieder von der Karte entfernt. Sobald sich kein Stäbchen mehr auf der Karte befindet, hat unser Kunde sein Geschäft vollzogen und kann von der Latrine entfernt werden. Dafür zahlt er dann die angegebene Summe an Sesterzen an den Besitzer der Latrine.
Sobald ein Platz frei wird, wird er mit dem ersten Römer aus der Warteschlange neu belegt, wobei es zwei Sonderregeln zu beachten gilt: Ein Senator wird nicht neben einem Sklaven sitzen und Römerinnen können immer zu zweit auf einem Latrinenplatz sitzen.
Zusätzliche Farbe bringen die Aktions-Karten ins Spiel, von denen die Spieler jede Runde eine neue erhalten. Diese Karten haben die verschiedensten Wirkungen: Die Reihenfolge der Karten in der Warteschlagen kann sich ändern, ganze Bevölkerungsgruppen können plötzlich abberufen werden, und es gibt mit der Villa Dixius sogar einen zusätzlichen vierten Latrinen-Platz. Gerade diese Karten machen das Spiel auch interessant. Man sollte sich die Zeit nehmen, um auszutesten, wie man bestimmte Karten am besten einsetzt. Dabei muss man am Anfang auch den einen oder anderen Fehler einkalkulieren; so habe ich beispielsweise mein erstes Spiel vor allem deshalb verloren, weil ich einige Aktions-Karten falsch benutzt und so meinen Gegenspielern unerwartete Vorteile verschafft habe.

Pecunia non olet funktioniert hervorragend sowohl mit zwei Personen als auch mit mehreren, wenn auch einige der Aktions-Karten in der Zweier-Version etwas haken.

Das Spiel ist nicht übermäßig komplex, aber es hat einen hohen Wiederspiel-Wert, wenn man auf leichtgewichtige, aber lustige Spiele steht.




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