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Envoyer 10/2005
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 18.01.2006, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Christian Fischer (Hrsg.), Verlag: FZ Werbung / Redaktion Envoyer, Seiten: 66, Erschienen: 2005, Preis: 1,80 Euro


Die News in dieser Ausgabe beschränken sich auf drei Seiten und enthalten viele englische Titel. Dies liegt, laut dem Chefredakteur, an der bevorstehenden Messe "Spiel 05", da sich bis dahin die Verlage mit Neuveröffentlichungen erst mal zurückhalten.

Dafür gibt es vier schöne Rezensionen. Die erste befasst sich mit "Eine tödliche Wette", einem Abenteuer und Quellenbuch zu "Private Eye". Die Geschichte des Abenteuers hört sich spannend an und ist sicherlich auch auf andere System übertragbar. Die zweite Rezension behandelt den Kampagnenband "Das Lied der Gier" für "Arcane Codex". Die Geschichte spiel im Kriegsgebiet zwischen den Grenzlanden und den orkischen Territorien. Sehr interessant scheint "Verwunschen & Verzaubert", eine Abenteuer-Anthologie zu DSA, zu sein. Diese entführt die Spieler und Spielleiter in die märchenhafte Welt von DSA. Die sechs enthaltenen Abenteuer werden kurz umrissen, so dass man einen guten Überblick erhält. Die letzte Rezension stellt den DSA-Regionalband "Angroschs Kinder, Die Zwerge Aventuriens" vor. Es geht allerdings nicht direkt um eine Region, sondern um die Rasse der Zwerge. Alle Rezensionen sind gut lesbar und nicht zu lange.

Bei dem Artikel "DAoC - Erlebnisbericht eines Neulings" handelt von dem Wiedereinstig einer Spielerin in das Onlinerollenspiel "Dark Age of Camelot". Neben den persönlichen Erfahrungen gewinnt man auch einen kurzen Einblick in das eigentliche Spiel.

Einen Vorgeschmack auf die Messe liefert die Zusammenfassung der Fragestunde auf der RatCon zu den Neuerscheinungen von "Shadowrun". Neuigkeiten über "Plüsch, Power & Plunder" und andere Produkte erfährt man im Interview mit "Games-In".

Was Frauen am liebsten spielen, beschreibt Claudia Nimmesgern in ihrem Artikel "Damenwahl"; wobei es allerdings nur um PC- und Onlinerollenspiele geht.

Nach einer kurzen Einleitung werden zu der "Paliomél"-Serie die Region "TediNe" und die dort lebende Rasse "Vicara" näher vorgestellt. Die Darstellungen lassen sich gut lesen und sind mit hübschen Bildern unterlegt. Auf der hinteren Umschlagseite des Heftes findet man eine grobe farbige Karte dieser Region.

Der Comic die "Weltretter" und die Satire "Evoria" wirken diesmal leider etwas fade.

Das Heft enthält zwei Kurzabenteuer für das System "Cthulhu". So sieht es jedenfalls auf den ersten Blick aus. Tatsächlich handelt es sich aber um Anregungen für andere Systeme im "cthuloiden Touch". "Das Buch der Toten Namen" spielt im Shadowrun-Universum. Die Gruppe muss ein Buch aus einem Haus stehlen. Es eignet sich als Spiel für zwischendurch ohne großen Tiefgang. Das zweite Abenteuer kann mit D&D gespielt werden und heißt "Das Kind der See". Hier muss das Geheimnis um verschwundene Schiffe aufgeklärt werden. Dieses mystische Abenteuer ist besser ausgearbeitet und erfordert auch etwas Detektivarbeit.

Der LARP-Artikel wirkt mit seinen sechs Seiten erst mal etwas lange, ist aber durchaus interessant. LARP-Interessierte erfahren hier ausführlich wie man einen entsprechenden Con (Veranstaltungsort) findet, sich darauf vorbereitet und was einen dort erwartet. Der Artikel enthält viele hilfreiche und nachvollziehbare Tipps.

Auf der letzten Seite befindet sich wie immer die Vorschau auf das nächste Heft. Diese enthält nur drei Bildchen und ein Thema, die auf einer ganzen Seite verteilt sind. Entweder wissen die Redakteure noch nicht genau, was kommen wird, oder sie wollen nicht zu viel verraten. Im ersteren Fall sollte man die Vorschau kleiner halten. Eine halbe Seite reicht da vollkommen aus und würde nicht so nackt aussehen.

Fazit:
Im Editorial schreibt der Chefredakteur von der bevorstehende Messe "Spiel 2006" und davon, dass es dadurch derzeit wenig Neues gibt. Das schlägt sich auch in dieser Ausgabe des Envoyer nieder. Das Heft mit dem diesmal sehr hübschen Titelbild lässt sich wie immer schön lesen, wirkt aber stellenweise etwas gestreckt.




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