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Spelunke
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 21.12.2005, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Uwe Rosenberg, Verlag: Lookout Games, Seiten: , Erschienen: 2005, Preis: 5,00 Euro


Bei Spelunke handelt es sich um ein Gedächtnis-Kartenspiel für 2 bis 4 Spieler ab 10 Jahren. Es geht darum in einer Spelunke (Kneipe) passende Pärchen in der richtigen Reihenfolge zu finden.

In der kleinen handlichen Packung befinden sich 33 Karten auf denen meist zwielichtige Gestalten abgebildet sind. Da gibt es Prollos, Tussis, Hippies, Alkis, Punkys und schließlich noch den Wirt. Die Karten sind robust und schön gezeichnet. Die Personen darauf sind eindeutig und durch unterschiedliche Hintergrundfarben leicht zu unterscheiden. Das Thema mit den zwielichtigen Gestalten in einer Spelunke passt sehr gut und sorgt für die nötige Atmosphäre.

Die Spielanleitung ist zwar relativ knapp gehalten und mit zwei sehr hilfreichen Übersichten versehen, aber aufgrund der Kombinationsmöglichkeiten zur Pärchenbildung muss man sich diese mindestens zweimal durchlesen, um alles zu verstehen.

Da ist es am Besten, wenn man einfach mal mit dem Grundspiel loslegt. Die 33 Karten werden gemischt und verdeckt zu einem Feld aus 3 x 11 Karten ausgelegt. Diese Auslage benötig schon etwas Platz und der eine oder andere Spieler braucht lange Arme oder muss sich in Bewegung setzen, um eine Karte am anderen Ende zu erreichen. Bei vier Spielern arbeiten immer die Gegenübersitzenden im Team zusammen.
Jeder Spieler kann zwischen zwei Möglichkeiten wählen: Karten aufdecken oder Karten ansehen. Zum Karten ansehen wählt man eines der sechs Enden aus, schaut sich dort die drei äußersten Karten einer Reihe an und legt diese verdeckt wieder an die selbe Stelle. Zum Karten aufdecken wählt der Spieler wiederum eines der sechs Enden aus und dreht die äußerste Karte um. Danach wählt er eine zweite Karte von einem der anderen Enden. Bei einem passenden Pärchen darf er die Karten behalten und ist noch mal dran. Grundsätzlich gilt dabei: Gleich und Gleich gesellt sich gern. Es gibt jedoch Ausnahmen: Zwei Tussis vertragen sich nicht aber eine Tussi setzt sich gern zu einem Prollo und der Wirt spricht mit jedem.
Sobald keine Kombination mehr möglich ist, endet das Spiel. Das kann im Grundspiel leider sehr schnell geschehen, wenn alle Enden mit Tussis blockiert sind. Wer die meisten Karten sammeln konnte, gewinnt.
Das Grundspiel dient eigentlich nur dazu in das Spiel hineinzufinden. Es bietet wenig Neues und wird schnell langweilig. Interessant wir es erst mit den Aufbauregeln. Da wird die Tussi vom Alki vertrieben, trifft ein Punky auf einen Alki, kommt es zur Schlägerei, zwei Hippies gehen eine rauchen und zwei Tussies halten Klatsch und Tratsch. Außerdem kann man eine Lokalrunde oder einen Kaffeklatsch ausrufen. Man muss sich also nicht nur die Position der Karten merken, sondern auch die Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten und deren Wirkungen. Das macht das Spiel anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick erscheint.

Fazit:
Spelunke ist ein nettes Kartenspiel für Zwischendurch. Jedoch nur für Leute mit gutem Gedächtnis, wobei man es aber auch mal auf gut Glück probieren kann. Es lässt sich schnell spielen und bringt in der richtigen Runde viel Spaß. Das Grundspiel kann man eher vernachlässigen. Aufgrund des (allerdings sehr gut passenden) Themas ist es für Kinder eher ungeeignet und die Altersangabe von 10 Jahren ist etwas zu niedrig angesetzt.




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