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Rotundo
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 10.12.2005, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Jodi Soares, Verlag: Adlung-Spiele, Seiten: , Erschienen: 2005, Preis: 6,50


Bei Rotundo handelt es sich um ein Sammel- und Versteigerungskartenspiel für zwei bis fünf Spieler ab neun Jahren. Der aufgesetzte Hintergrund ist schnell erläutert: Es geht darum mit Sammlungen von Kugeln die meisten Punkte zu erlangen.

Das Kartenspiel befindet sich in einer für den Verlag üblichen kleinen Verpackung, die praktischerweise nur das Spiel enthält.
Rotundo besteht aus 60 schön gezeichneten Karten, auf denen Beutel und Kugeln abgebildet sind. Die Beutel sind in drei Farben unterteilt: beige, braun und blau. In diesen Beuteln befindet sich eine bestimmte Anzahl (ein bis vier) von gleichen Kugeln aus Stoff, Fell, Leder, Ton, Stein, Holz, Glas, Kupfer, Platindraht oder Gold. Alles ist übersichtlich angeordnet. Lediglich bei gedämpften Licht lassen sich die Beutelfarben und die Kugeln manchmal etwas schwer unterscheiden. Zusätzlich steht unter einem Beutel die Punkte, die es für diese Karte am Ende gibt.

Die Anleitung ist in sechs Sprachen verfasst und lässt keine Fragen offen. Die Regeln sind nicht sofort verständlich, was aber auch am Spielmechanismus liegt. Nach dem zweiten Lesen und einer Proberunde ist jedoch alles klar.

Zu Spielbeginn werden alle Karten gemischt und verdeckt an jeden Spieler sieben verteilt. Die restlichen Karten kommen in die Tischmitte und die oberste wird aufgedeckt. Der Spieler, der an der Reihe ist hat nun eine von drei Möglichkeiten: Passen, Kugeln sammeln oder die ausliegende Karte versteigern.
Für eine Sammlung kann der Spieler die ausliegende Karte um zwei seiner Handkarten ergänzen. Dabei müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: Die Beutelfarben der drei Karten sind entweder gleich oder komplett unterschiedlich und die Anzahl der Kugeln sind gleich oder aufsteigend (1-2-3 oder 2-3-4). Stimmt die Kombination, darf er die drei Karten nehmen und vor sich ablegen. Zusätzlich kann er sich die obersten drei Karten des Ablagestapels auf die Hand nehmen. Danach wird eine neue Karte aufgedeckt und der nächste Spieler ist an der Reihe.
Alternativ kann der Spieler für die ausliegende Karte eine Auktion eröffnen und bietet selbst mindestens 10 Punkte. Voraussetzung für ein Gebot ist, dass er die entsprechenden Punkte in seiner Sammlung hat. Bezahlt wird nämlich mit den bereits gesammelten Karten. Reihum kann nun jeder das Gebot erhöhen. Der Höchstbietende bezahlt indem er die entsprechenden Karten aus seiner Sammlung auf den Ablagestapel legt. Er nimmt die ausliegende Karte auf die Hand. Dann ist sein linker Nachbar dran.
Das Spiel endet, wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist. Jeder zählt die Punkte seiner gesammelten Karten zusammen und zieht davon seine Handkarten ab. Wer die meisten Punkte hat gewinnt.

Bei Rotundo muss man immer darauf achten, dass man genügend, bzw. die richtigen Karten auf der Hand hat um überhaupt eine Sammlung machen zu können. Jedoch genau das ist auch das Problem. Es hängt stark vom Zufall ab, ob die ausliegende Karte gerade passt und wenn ja, wie viele Punkte diese Sammlung dann bringt. Die Einflussmöglichkeiten sind daher sehr beschränkt, ob wohl es unterschiedliche Spieltaktiken gibt. Spaß machen die Auktionen, da hier fast immer alle beteiligt sind.
Zu Zweit macht das Spiel leider weniger Freude und zu fünft ist man einfach zu schnell fertig. Die optimale Besetzung liegt also bei drei und vier Spielern. Etwas mühselig ist es am Ende die Punkte auszurechnen, da jeder viele Karten mit unterschiedlichen Werten gesammelt hat und noch die Handkarten berücksichtigt werden müssen.

Fazit:
Rotundo ist ein hübsch anzusehendes Kartenspiel für Zwischendurch. Für Vielspieler gibt es jedoch zu wenig Einflussmöglichkeiten und für Gelegenheitsspieler ist der Spielmechanismus fast schon zu kompliziert. Für den Preis gibt es bessere Spiele - auch vom selben Verlag.




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