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Pünct
Von Jan-Hendrik Strenzke

Rezension erschienen: 20.11.2005, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Kris Burm, Verlag: Don & Co N.V., Seiten: , Erschienen: 2005, Preis: 20 Euro


PÜNCT ist das sechste Spiel, das der niederländische Autor Kris Burm im Rahmen des GIPF-Projekts entwickelt hat. Wie auch seine Vorgänger ist PÜNCT ein taktisches Spiel für zwei Personen, das trotz einfacher Spielmechanismen eine hohe Komplexität entwickeln kann.

Die überwiegend in dunkelgrün gehaltene Verpackung bietet durch die Abbildung einiger Spielsteine einen guten ersten Eindruck von der Optik des Spiels. PÜNCT wird auf einem sechseckigen Feld mit insgesamt 211 ausgestanzten Punkten gespielt, das im selben grün umrahmt ist, welches sich auch auf der Schachtel findet. Die jeweils drei Punkte umfassenden geraden, gewinkelten und dreieckigen Spielsteine aus Kunststoff sind weiß und schwarz marmoriert, wobei jeweils ein Punkt speziell markiert ist. Insgesamt macht das Spielmaterial einen hochwertigen und ansprechenden Eindruck.

Wie schon die Kurzbeschreibung auf der Rückseite der Schachtel ist auch die Spielanleitung in sechs Sprachen verfasst. Sie erläutert in gut verständlicher Weise die Optionen, die man bei PÜNCT hat. Die Erklärungen werden zudem unterstützt durch eine Reihe von anschaulichen Darstellungen. Dank der einfachen Grundmechanismen und ihrer anschaulichen Darstellung ist es möglich, ohne große Einarbeitungszeiten zügig mit dem Spiel zu beginnen.

Ziel des Spiels ist es, zwei gegenüberliegende Seiten des sechseckigen Spielplans mit Hilfe der eigenen Spielsteine miteinander zu verbinden. Klingt einfach – ist es aber nicht! Jedes Mal, wenn ein Spieler am Zug ist, kann er entweder einen neuen Spielstein einsetzen oder einen bereits im Feld befindlichen Spielstein bewegen. Hierbei bestimmt der "Pünct", der speziell markierte Punkt auf dem Spielstein, entlang welcher Linien man ihn bewegen darf. Darüber hinaus kann man den Spielstein auch noch um den Pünct drehen, sowohl an der Stelle, an der er gerade liegt, als auch zum Abschluss einer Bewegung. Hierdurch entstehen vielfältige Zugmöglichkeiten, deren Komplexität sogar noch gesteigert wird, da man auch andere Spielsteine überdecken darf. So ist es möglich, auf eine höhere Ebene zu ziehen, sofern der Pünct hierbei auf einem eigenen Spielstein zum Liegen kommt. Die anderen beiden Punkte können dabei auch gegnerische Spielsteine überdecken. Grundsätzlich müssen sämtliche Punkte eines Spielsteins auf anderen Steinen aufliegen, mit den geraden und den gewinkelten Steinen darf man jedoch auch Brücken bauen. Sobald ein Element eines Steins überdeckt ist, gilt dieser als bewegungsunfähig und kann erst wieder gezogen werden, wenn er vollständig von oben zu sehen ist. Gewonnen hat, wer zuerst eine Verbindung zwischen zwei gegenüberliegenden Seiten herstellt, wobei die jeweilige Ebene der einzelnen Punkte keine Rolle spielt.

PÜNCT fasziniert aufgrund der simplen Spielmechanismen, die trotzdem ein variantenreiches Spiel mit vielen taktischen Möglichkeiten eröffnen. Wo die ersten Partien noch relativ zügig vonstatten gehen, gewinnt das Spiel zunehmend an Tiefe und Komplexität. Insbesondere die Verbindung aus Bewegung und Drehen der einzelnen Spielsteine stellt hier eine geistige Herausforderung dar. Durch die vielfältigen Optionen, die dem Spieler zur Verfügung stehen, verläuft jede Partie PÜNCT anders als die vorherige und der Spielspaß bleibt lange erhalten.

Fazit:
PÜNCT zeichnet sich durch ein intelligentes Spielprinzip und gut verständlichen Regeln aus. Die große Anzahl an taktischen Variationsmöglichkeiten stellt sicher, dass das Spiel auch nach vielen Partien nicht seinen Reiz verliert. Wer ein taktisch anspruchsvolles Spiel für zwei sucht, der kann hier bedenkenlos zugreifen!




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