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Die Rückkehr der Erzmagier 1: Der Ruf
Von Ingo Schulze

Rezension erschienen: 14.09.2005, Serie: Belletristik, Autor(en): Troy Denning, Verlag: Feder und Schwert, Seiten: 480, Erschienen: August 2005, Preis: 11,95 €


Die neue Serie in den Vergessenen Reichen basiert zum Teil auf der Umstellung der Regeledition. Denn mit dieser haben "Hexenmeister" Einzug in die Regeln erhalten, mit "Die Rückkehr der Magier" soll die neue Art Magie in die Spielwelt eingebaut werden. Soweit jedenfalls die Vorzeichen.

Der Elf Galaeron führt seine Grabwacht-Patroille an der Grenze der Anauroch, dem Sharnwall, entlang, als er eine aufgebrochene Gruft des ungeliebten Vyshaan-Clan entdeckt. In den Tunneln stößt sein Trupp auf eine Gruppe Söldner, die augenscheinlich einen Augentyrannen - einen Betrachter - versklavt haben und für ihre Zwecke mißbrauchen. Bevor diese ihre Pläne vollenden können, greifen die Elfen ein, aber die Söldner erweisen sich als zähe Gegner. Jedoch wird bei einem vermeintlichen Magierduell ein Loch in die Struktur des Walls selbst gerissen. Aus diesem Bruch kann sich ein seltsames Wesen befreien: ein Phaerimm. Dieser zwingt beide Parteien, sich aus der Höhle zurückzuziehen... Galaeron beschließt, die Söldner gefangenzunehmen und garantiert ihnen einen fairen Prozeß in Immerska, auch wenn er ein Todesurteil für wahrscheinlich hält. Zumindest will er vorbringen, dass der Trupp nur versuchte, sie bewußtlos zu schlagen, nicht aber zu töten. Der Magier der Söldner, Melegaunt, welchen diese dort wohl treffen wollten, versiegelt das Grab, damit sich nicht noch mehr Phaerimm befreien können.

In Immereska werden Truppen, Kämpfer und Magier gen Sharnwall ausgesandt, während der Trupp Söldner ins Haus Galaerons aufgenommen wird, um sich erstmal ein Bild der Lage zu machen. Doch schnell dringt üble Kunde nach Immereska zurück: Mehr und mehr Phaerimm entkommen, nicht ohne eine breite Spur Leichen zu hinterlassen. Galaeron ist mittlerweile von Melegaunts guten Absichten überzeugt. Er weiß aber auch, dass die Ältesten Melegaunt nicht die Erlaubnis erteilen werden zu helfen. So bricht die neu gefundene Gruppe in aller Heimlichkeit auf, um Torils Antlitz zu retten...

Troy Denning ist ein erfahrender Autor, der die D&D-Welt mit seiner Dark Sun-Triologie bereicherte sowie zwei Bücher zur Avatarchronik beisteuerte. Sein Stil ist diesmal etwas mehr auf Action und weniger auf Spannung ausgelegt als üblich, trotzdem entwirft er interessante, teils zwiespältige Hauptcharaktere und auch Nebencharaktere.

Sein Hauptplot ist altbekannt: eine Gruppe wird von mächtigen Feinden durchs halbe Land gejagt. Trotzdem, Denning bindet schillernde, ungewöhnliche Charaktere mit ein und über allen schwebt die Frage nach der Rolle von Melegaunts!

Die Figur im Zentrum ist Galaeron, ein Elf mit einst guten Zukunftsaussichten, in die Fußstapfen des erfolgreichen Vaters zu treten, dann in eine einfache Grenzwacht für Jahre abgeschoben. Er beherrschte die Magie nie in ausreichendem Maße, um hoch hinaus zu kommen. Melegaunt zeigt ihm schnell seine Art Magie, mir der der Elf viel besser klarkommt. Als Nebenfiguren treten auch Elminster und Khelben Schwarzstab aus, die natürlich bei diesen faerunverändernen Ereignissen mitwirken müssen. Mit Immereska kommt ein selten beleuchteter Schauplatz zum Zuge, den Denning genau unter die Lupe nimmt und kenntnistreich schildert.

Fazit: Troy Denning gelingt ein actionreicher Auftaktroman mit detaillierten, ungewöhnlichen Schauplätzen und vor allem ungewöhnlichen Charakteren, der durchaus Lust auf mehr macht. Nebenbei sei der oppulente Preis von knapp 12 Euro erwähnt gegenüber einem erneut perfekten Umschlaglayout, das wieder Maßstäbe setzt!




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