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Munchkin 3: Beschwörungsfehler
Von André Wiesler

Rezension erschienen: 07.11.2005, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Steve Jackson, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: Juni 2005, Preis: 12,95 €


Beschwörungsfehler - benannt nach der gleichnamigen neuen Fluch-Karte, mit dem ein Monster vom Ablagestapel beschworen und als untoter Gegner auf den Verfluchten gehetzt werden kann - ist die zweite direkte Erweiterung des Grundspiels Munchkin und liefert noch mehr Türen, die eingetreten und noch mehr Schätze, die eingesammelt werden wollen. Im Gegensatz zu den zahlreichen Spin-Offs wie Munchkin Beißt oder Star Munchkin braucht man für dieses Set das Basisspiel.
Die Karten sind gewohnt originell von Steve Jackson entwickelt und von John Kovalic (und in Ausnahmefällen auch von anderen Künstlern) in bekannt witziger Form gestaltet worden.
Einige Beispiele:
- Der andere Ring - ein enger Verwandter des einen Rings.
- Der Dolch-O-Mat, mit dem man anderen in den Rücken fallen kann.
- Ich! Ich!-Karte, mit der ein anderer Spieler dich auswählen muss, wenn er um Hilfe gebeten hat.

Diesmal bekommt der Spieler mit den 120 enthaltenen Karten unter anderem die neue Klasse Barde (kann andere Spieler zur Mithilfe "motivieren" und einen Schatz mehr ziehen, um unter den gezogenen dann auszuwählen) und die neue Rasse Gnom (der ein Monster von der Hand zur eigenen Unterstützung spielen kann) geliefert. Und auch bei Beschwörungsfehler hat die Redaktion es wieder geschafft, einige Karten exklusiv für die deutsche Ausgabe erstellen zu lassen, namentlich Fluch! Fthagn! und Die 7 Zwerge.

Etwas unausgewogen erscheint, wie schon bei der ersten Erweiterung Abartige Axt, das Verhältnis von Gegenständen und Monstern. Spielt man mit einer Erweiterung, haben die Spieler sehr schnell Unmengen an Ausrüstung vor sich liegen, aber die Monster lassen auf sich warten, weil sie zu selten und versteckt im Kartenstapel ruhen. Spielt man mit beiden Erweiterungen, verschlimmert sich dieses Problem weiter.

Fazit: Wer mal wieder frisches Blut in sein Munchkin-Spiel bringen will, weil er die alten Karten bereits auswendig kennt, kann bedenkenlos zugreifen, sollte dann aber einige der alten Gegenstände aussortieren, damit das Monster/Ausrüstungsverhältnis ausgeglichen wird. Wer die Abartige Axt noch nicht besitzt, kann frei wählen, welche der beiden Erweiterungen er zuerst ersteht - beide sind durchweg gelungen.




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