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Top Trumps: Das Weltall
Von Stefan Moriße

Rezension erschienen: 19.06.2005, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): , Verlag: Winning Moves Deutschland GmbH, Seiten: , Erschienen: 2005, Preis: 3,95 €


Damit wir uns überhaupt als Individuen entwickeln können, schränken wir unsere Sicht auf einen kleinen, überschaubaren Lebensbereich ein. Vielleicht fasziniert uns deshalb ab und an der Blick hinaus in die unendlichen Weiten des Universums. Doch auch wenn wir in der Nacht die Sterne als leuchtende Punkte am Himmelszelt wahrnehmen können, so bleiben sie stets unerreichbar.

Abhilfe mag Top Trumps verschaffen. Als eine der zahlreichen Themenspiele schafft die Variante Das Weltall die Verknüpfung von kurzweiligem Spielspaß und anspruchsvoller Wissensvermittlung in allen Belangen rund um den Weltraum. Da die Spielmechanismen selbst nicht Gegenstand dieser Rezension sein sollen, beschränkt sich die Betrachtung auf den zweiten Aspekt. Und dieser kann in so gut wie allen Bereichen punkten.

Schon die Aufmachung ist eine wahre Augenweide. Die großzügigen Abbildungen, die die einzelnen Planeten, Sterne, Galaxien und Kometen zeigen, sind optisch gut umgesetzt. Auch wenn zwei bis drei Bilder nicht ganz überzeugen, so wurde für den der Großteil der Karten ein hübsches Motiv ausgewählt. Die "spacig" angehauchte Schrift verdeckt nicht übermäßig große Teile des Bildes, sondern wurde jeweils oberhalb und unterhalb angemessen platziert. Trotz dieses Layouts wirkt der Text nicht gequetscht, sondern ist gut lesbar und darüber hinaus sehr informativ.

Der obere Bereich wird von den 6 Kategorien eingenommen, in denen sich die Spieler messen müssen. Geschwindigkeit, Durchmesser, Entdeckungsjahr, Entfernung, Temperatur und Masse sind konsequenterweise aufgrund der Thematik ausgewählt worden. Negativ fällt auf, dass die Kategorien nicht auf alle Himmelsobjekte zutreffen. So fehlen etwa bei den Kometen 4 der 6 Kategorien vollkommen. Ein Manko, dass durch die schlechte Vergleichbarkeit vermutlich nicht besser gelöst werden konnte. Spieltechnisch gesehen fällt dies glücklicherweise weniger ins Gewicht. Und so muss auch lobend hervorgehoben werden, dass es im Grunde kaum übermächtige Karten gibt, sondern diese so gut wie möglich ausbalanciert wurden. Solange man also auf die richtige Kategorie setzt und ein glückliches Händchen besitzt, kann eine Niederlage in den seltensten Fällen auf ein unausgewogenes Blatt zurückgeführt werden.

Im unteren Bereich wurde der für das Spielprinzip irrelevante Textkasten platziert. Mag dieser auch selbst keinen Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen, so enthält er für den interessierten Leser auf wenigen Zeilen interessante Informationen und nimmt teilweise auf einige Angaben im oberen Feld Bezug. Wenn Top Trumps – Das Weltall den Griff zum das Lexikon auch nicht ersetzen kann, so präsentiert das Spiel doch auf atmosphärische Weise eine meist locker geschriebene Zusammenfassung über die jeweilige Karte und macht Lust auf mehr.

Fazit:
Die Planeten werden weiterhin unerreichbar bleiben. Top Trumps kann sie aber dem interessierten Spieler auf mehreren Ebenen näher bringen. Eine klare Empfehlung also – vor allem, bei diesem Preis. Übrigens, selbst die Kartenrückseiten ergeben ein Motiv, wenn sie richtig geordnet zusammengelegt werden.




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