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Aventurisches Archiv 3: Die Jahre 20 bis 23 Hal
Von Markolf Hoffmann

Rezension erschienen: 27.07.2005, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Florian Don-Schauen (Red.), Thomas Römer (Red.), Verlag: Fantasy Productions GmbH, Seiten: 126, Erschienen: Juni 2005, Preis: 16,00 €


Seit vielen Jahren gibt der Verlag Fanpro den Aventurischen Boten heraus, eine begleitende Postille, in der die aktuellen Ereignisse auf Aventurien kommentiert werden. Diese Zeitschrift, die im Stil eines fiktiven aventurischen Inplay-Nachrichtenblattes geschrieben ist, bietet vielen engagierten DSA-Fans eine Gelegenheit für Veröffentlichungen, gestaltet die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen der Welt glaubhaft und leuchtet den Kontinent bis in den letzten Winkel aus.

So erscheint es nur logisch, auch Nicht-Abonnenten des Boten an dieser aufwendigen Chronistentätigkeit teilhaben zu lassen. Deshalb veröffentlicht Fanpro seit einiger Zeit sogenannte Aventurische Archive, ein "Best of" der Artikel aus dem Aventurischen Boten. Der vorliegende Band 3 fasst die Ereignisse der Jahre 20 bis 23 Hal zusammen. Das bedeutet: Spaltung der Praioskirche, die Intrigen Answins von Rabenmund und natürlich die Vorzeichen, dass ein gewisser Borbarad mit seinem Dämonenhaufen vor den Toren steht.
Chronologisch faßt das "Archiv" alle wichtigen Begebenheiten zusammen. Für jedes Jahr ist eine kleine Zeitleise angegeben, dann folgt die Mischung aus fiktiven Berichten, Interviews mit hochrangigen aventurischen Persönlichkeiten und Kommentaren.

Das alles ist unterhaltsam zu lesen, doch es stellt sich die Frage nach dem Sinn des Archivs. Als Chronik des Aventurischen Boten funktioniert es einwandfrei, doch als Spielhilfe ist es unbrauchbar. Hätten die Herausgeber sich die Mühe gemacht, für jeden Artikel einen kurzen Begleittext anzufügen (etwa, wie man das Ereignis in ein Abenteuer umformen kann, ergänzt um ein paar Werte der wichtigsten Protagonisten), wäre der Nutzwert des Bandes ungleich gestiegen und er könnte als Steinbruch für Spielleiter dienen. So ist das Buch ein Wiederaufguss, der nur wahren DSA-Fans empfohlen werden kann. Aber hat der wahre DSA-Fan nicht ohnehin den Boten abonniert?

Deshalb kranken die Aventurischen Archive nach wie vor an ihrem unausgegorenen Konzept. Urteil: Verzichtbar.




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