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Manila
Von Mira Sauerbier

Rezension erschienen: 08.12.2005, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Franz-Benno Delonge, Verlag: Zoch Verlags GmbH, Seiten: , Erschienen: März 2005, Preis: 29,95 €


Manila, nicht nur ein karibisches Paradies auf den Philippinen, sondern auch von den Spaniern besetztes Gebiet im Jahre 1821. Ein Ort an dem selbst unter den strengen Kontrolle der iberischen Handelsmacht die Geschäfte schwunghaft blühen.
In diesem Spiel setzt man auf sein Glück und auf den richtigen Riecher. Als einheimischer Kaufmann treibt man seinen Handel mit den Händlern der benachbarten Inseln auf dem Schwarzmarkt mit all seinen Risiken.

Schon die grafische Gestaltung der Verpackung macht Lust auf mehr. Der karibische Hintergrund dieses Spieles findet sich in seinen Illustrationen und in seinem Spielmaterialien wieder. Spielutensilien wie Holzkähne, Holzfiguren und verschiedenfarbige Münzen wurden sinnvoll im passenden Verpackungsformat untergebracht. Der erste Gesamteindruck des Verpackungsinhaltes ist erfreulich übersichtlich.

Doch nicht nur auf die Unterbringung der Spielmaterialien wurde großen Wert gelegt.
Wenn man die Spielutensilien in die Hand nimmt ist schnell festzustellen, dass sehr darauf geachtet wurde diesen ein einprägsames Äußeres zugeben. So haben zum Beispiel die Spielfiguren nicht das gewohnte runde Köpfchen wie der althergebrachte Pöppel, sondern tragen den gleichen Reishut wie der Einheimische auf dem Cover.
Diese Liebe zum Detail zieht sich wie ein roter Faden durch alle Spielmaterialien, sowie auch durch die Spielanleitung.
Die Anleitung, ob in der gedruckten Version oder auf CD, ist umfassend und sehr gut verständlich. Hier werden zur Erklärung der einzelnen Spielabschnitte Grafiken verwendet die das Verständnis neben der eindeutigen Formulierung noch deutlich erleichtern. Die interaktive Spielanleitung auf CD bietet die Möglichkeit, sich direkt als ganze Spielergruppe umfassend über die Spielregeln zu informieren, so dass nicht immer einer die Erklärerrolle übernehmen braucht. Auch an Spielbegeisterte, die Ihre Spiele unregelmäßig spielen wurde gedacht. Um sich die Regeln und den Spielablauf noch einmal kurz in Erinnerung zu rufen sind am Rand der Spielanleitung kurze Zusammenfassungen der Erklärungen abgedruckt.

Aber nun hinein ins Vergnügen:
Mit jeder Seefahrt steuern drei Frachtkähne den Hafen von Manila an. Sie begeben sich auf ihre unsichere Reise und werden durch Würfeln vorwärts bewegt. Doch ihre Chancen den sicheren Hafen zu erreichen sind nicht gleich hoch. Die Händler werden im Folgenden versuchen die unterschiedlich gewinnbringenden Waren an ihr Ziel zubringen. Jeder Spieler startet mit einem Startkapital von zwei Anteilsscheinen und 30 Pesos.
Mit Beginn einer jeden Spielrunde wird unter den Seeleuten zunächst das Amt des Hafenmeisters versteigert. Einzig und allein der Hafenmeister darf weitere Anteilsscheine erwerben und darüber entscheiden, welche Güter an Board der Kähne geladen werden. Außerdem obliegt es der Position des Hafenmeisters den Kähnen seiner Wahl einen Startvorteil einzuräumen. Wenn unter den Spielern ein Hafenmeister ermittelt wurde, ist es jetzt an der Zeit durch die zur Hilfenahme des restlichen Geldes Komplizen für die Überfahrt zu schmieren. Hier gibt es die verschiedensten Möglichkeiten:

  • Man kann Komplizen an Board der Kähne schleusen, um an den geladenen Waren zu verdienen, sofern die Kähne den Hafen erreichen.
  • Es ist möglich Hafen- oder Werftfelder anzumieten, um an einlaufenden oder reparaturbedürftigen Kähnen Geld zu verdienen.
  • Wird man Versicherungsagent, erhält man sofort 10 Pesos, muss diese aber für Reparaturen aufwenden falls gegen den eigenen Plan doch defekte Schiffe in der Werft eintreffen.
  • Als Lotsen können man als Spieler die Geschwindigkeit der Kähne beeinflussen.
  • Neben den ehrbaren Berufen gibt es dann auch noch die Wahl, in den Piraten Komplizen zu suchen. Durch deren Mithilfe kann man sein Vermögen durch Entern oder Plündern aufstocken.

Mit dem Ende einer jeden Seefahrt erhalten die Spieler ihre Pesos für erfolgreich eingesetzte Komplizen. Waren die bis in den Hafen von Manila gelangen steigen in ihrem Wert. Sobald eine Ware den Wert 30 erreicht hat endet dieses spekulative Spiel.
Gewonnen hat am Ende der Spieler mit dem größten Vermögen.

Fazit: Mit diesem Wettstreit lässt der Autor Franz-Benno Delonge auf jeden Fall mein "Spielerherz" höher schlagen, da dieses Spiel ein kurzweiliger entspannter Zeitvertreib ist. Dieser Kurzurlaub überrascht ebenfalls durch sein sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis und bekommt von mir daher ein "rundum Empfehlenswert".



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